Ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand gilt als eine der wichtigsten Empfehlungen zum Schutz vor einer Covid-19-Ansteckung. Der Alltag in den Flüchtlingscamps sieht gänzlich anders aus: Hier gibt es keinen Platz, sich zu separieren. Die hygienischen Bedingungen sind extrem schlecht, Desinfektionsmittel Mangelware, professionelle Schutzmasken sehr teuer. Um für das Virus gewappnet zu sein, werden dringend Desinfektionsmittel, Handschuhe und Masken benötigt. Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie Flüchtlingen in kurdischen Camps mit Lebensnotwendigem:

  • Desinfektionsmittel
  • Medizin zur Behandlung weiterer Krankheiten wie Krätze
  • Professionelle MNS-Masken
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CORONA IM CAMP – KEIN TODESURTEIL FÜR KURDISCHE FLÜCHTLINGE

Längst ist es traurige Gewissheit: Die Corona-Pandemie hat auch die Flüchtlingslager in Kurdistan eingeholt. Es droht eine humanitäre Katastrophe, die wir nur gemeinsam verhindern können. 15.000 Menschen in den Camps Dawodia und Bajed Kandala leben schon lange mit der Angst. Die wirtschaftliche Situation ist dramatisch, den Menschen fehlt es an Arbeit und damit an Geld, welches im Kampf gegen Covid-19 und weitere Krankheiten überlebenswichtig ist. Sich von anderen fernzuhalten und regelmäßig die Hände zu waschen, ist hier unmöglich. Selbst in den beiden Krankenhäusern mangelt es massiv an wichtigen Utensilien.

LEBENSZEICHEN IST DA UND HILFT IN DER NOT

Gemeinsam mit unserem Doc Sulaiman und der schwedisch-kurdischen Organisation JHK (Joint Help for Kurdistan) sind wir wie immer vor Ort und leisten großartige Arbeit im Camp Bajed Kandala. In Dawodia liefern wir Hygienematerialien, da diese dort fast gänzlich fehlen. Dabei begibt sich unser Team in die Camps unter strengen hygienischen Auflagen. “Wir riskieren auch stets uns zu infizieren, wenn wir unserer Arbeit vor Ort nachgehen. Der Umgang mit dem Virus zwingt uns immer wieder die Projekte umzuplanen, aber wir schaffen es nach wie vor lebensnotwendige Hilfe zu leisten.” so die Obfrau Nadine Papai.

DIE HILFE VOR ORT KOMMT AN

Unsere Arbeit vor Ort und Aktivitäten umfassen Nothilfe, Gesundheitsversorgung, Bildung und Rehabilitation für Überlebende des Völkermords. Zukünftig sollen sich auch motivierte und engagierte Flüchtlinge in Nähkursen treffen, um gemeinsam Masken zu nähen: für sich, für ihre Familien – und für alle jene, die bisher dem Virus schutzlos ausgesetzt waren. “Derzeit sind aber Treffen wegen Corona aus Sicherheitsgründen verboten worden. Daher werden Schutzmasken derzeit auch eingekauft.” so Papai. “Wichtig ist es uns vor allem Mediakamente und Hygienematerialien für Familien sicherzustellen. Dabei lernen wir mit den Kindern sich richtig Hände zu waschen und sich mit den Masken anzufreunden.”