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Roma–Frauen auf dem Weg

Roma sind die größte Minderheit innerhalb der EU und werden daher als „gesamteuropäisches Problem“ angesehen. Besonders die Roma-Frauen haben es aufgrund der Tradition der Zwangsheirat und der Diskriminierung in der Mehrheitsgesellschaft besonders schwer, ein Leben nach ihren Wünschen zu führen. Viele sind deshalb schlecht ausgebildet und besonders stark armutsgefährdet. In Ungarn sollen nach Schätzungen 90% der Roma in Armut leben. Viele der Minderheit haben keine Jobs. Es fehlen Vorbilder aus ihrer eigenen Community.

Kein „lustiges Zigeunerleben“

Vielerorts wird Roma das Recht, sich niederzulassen, verweigert. Die Siedlungen liegen weit entfernt von Schulen oder anderen Ausbildungsmöglichkeiten und weisen gravierende Mängel auf. Die Roma-Wohngebiete sind verkehrsmäßig oft schlecht erschlossen und verfügen kaum über Strom, Telefon, Wasseranschluss oder Kanalisation. Durch diese Situation werden jene Vorurteile, die Roma als „dreckig“ bezeichnen, noch bestärkt.

Zwangsheirat: eine Tradition, die die Armut „zementiert“

Der Tradition nach sind Roma-Frauen den Roma-Männern untergeordnet. Ihre Rolle ist jene der Hausfrau und Mutter in einer paternalistischen Gesellschaft.

Bereits mit etwa 16 Jahren werden in traditionellen Roma-Familien die Mädchen aus der Schule genommen und Ihrem Mann übergeben. Manche heiraten sogar bereits mit elf oder zwölf Jahren. Ein viertel der 16-jährigen lebt in einer eheähnlichen Beziehung. Das Recht von Roma-Frauen und -Mädchen auf freie Entscheidungen oder Bewegungsfreiheit ist wenig oder gar nicht gegeben. Nicht wenige leiden unter häuslicher Gewalt.

Machtlos gegen Diskriminierung? Erika sagt NEIN!

Die Designerin und Romni Erika Varga hält mit ihrer „Romani“- Mode erfolgreich dagegen.

Sie ist damit eine wichtige Botschafterin der Roma-Community und motiviert mit ihrem Erfolg und Engagement für das Handwerk, dass Roma-Frauen selbstbewusst zu ihrer Identität stehen oder verborgene Talente entdecken. Ihre gesellschaftliche Mission dabei: sie zeigt, das man es aus der Armut heraus schaffen kann, ohne den Bezug zur Roma-Kultur zu verlieren! Denn trotz des beruflichen Erfolgs die Herkunft nicht zu verleugnen oder verstoßen zu werden, ist nicht selbstvertändlich. Im Gegenteil: die Roma-Community ist stolz auf die Modemacherin. Sie gestaltet Kreativkurse für Roma- Kinder, organisiert aufwendige Nähkurse für Frauen, die sie für zwitgemäßes Design zu begeistern versucht.

Raus aus der Armut:
Kleider als Botschaft ohne Worte

Viele Roma-Frauen haben durch ihre Programme, die die Romni Erika Varga von Romani Design veranstaltet, schon einen Weg in die Arbeitswelt gefunden.
Wichtig ist, dass hier Motivation und Perspektiven vor allem den Roma-Frauen und Mädchen gegeben werden. Bei speziellen Kursen mit Roma und Nicht-Roma gemeinsam wird spielerisch die Roma-Kultur vermittelt. Leider fehlen immer wieder Mittel, diese Bildungs-Kurse anzubieten.

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2018-08-06T12:44:11+00:00