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News- Lebenszeichen für den Nordirak2018-11-16T08:29:56+00:00

Krieg ohne Ende

Die autonome Republik Kurdistan im Nordirak wurde zu einem Sammelbecken für Vertriebene aller Ethnien und Glaubensrichtungen. Während des Krieges mussten Hunderttausende im Irak aus ihren Dörfern vor er Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) fliehen. Besonders religiöse Minderheiten wurden gnadenloser Verfolgung ausgesetzt. Die Mehrheit der irakischen Jesidinnen und ChristInnen waren oder sind nach wie vor auf der Flucht – ein Großteil lebt in Flüchtlingslagern oder den bitterarmen  Gemeinden wie in Dawodia. Nach wie vor kommt es zu diversen militärischen Auseinandersetzungen im Land.

Der triste Alltag im Flüchtlingslager

Die Not ist nach wie vor unvorstellbar groß und mit jedem Tag im Lager wächst auch die Frustration der Menschen. Jeden Winter frieren die Leute, da das Heizmaterial rar und beinahe unleistbar für die Bevölkerung ist. Ganz zu schweigen, wie es den Flüchtlingen geht, die nur in Zelten auch rund um die Camps leben. Man schafft es aus dem Flüchtlingslager hinaus und endet in den armen Gemeinden im Nordirak. Meist ist die Armut dort sogar noch viel größer. Die teilweise sehr großen Familien sind einfach zu arm, haben nicht genug Geld und nicht ausreichend zu Essen. Die Kinder besuchen oft hungernd die sehr bescheidene Schule mit den nötigsten Schulmaterialen, die sich die Eltern oft gar nicht mehr leisten können, da ihr Geld für Essen verwendet wird.  Die Camp-Leitung ist auch sehr besorgt, denn heuer wurden wichtige Förderungen gestrichen und unser laufendes Projekt ist die letzte Hoffnung.

Joghurt machen – Das Beste aus Milch für notleidende Familien

Joghurt ist reich an Calcium, gut verdaulich, sehr schmackhaft und bekömmlich und in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Zudem ist er relativ gut haltbar, im direkten Vergleich mit frisch gemolkener Kuhmilch, was in früheren Jahren immens wichtig war. All das macht den Joghurt auch heute noch zu einem wertvollen Lebensmittel für Selbstversorge. In Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner KOARP gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ein, die im Zuge des Bürgerkrieges in das kurdische Gebiet im Nordirak geflohen sind. Deswegen produzieren wir frisches Joghurt für die rund 9000 Personen im Camp Dawodia.

Hilfe für benachteiligte Frauen im Camp

Sie brauchen lebensnotwendige Milch und Joghurt – aber sie brauchen und wollen auch Arbeit. Wir versuchen, weiteres Personal aus dem Camp im Shop zu beschäftigen. Dabei schauen wir genau auf die besonders benachteiligten Minderheiten und haben Jesidinnen aus dem Camp zur Verarbeitung der Milch engagiert. Letztendlich ist das Ziel, dass der „Laden einmal von selbst läuft“. Das sind unsere jesidischen Mädls Bassma und Sevee in der Molkerei. Beide haben ihre Väter im Krieg verloren. Nun haben sie eine Möglichkeit ihrer Familie zu helfen und Selbstbewusstsein aufzubauen.

Es sind bereits wieder neue Flüchtlinge ohne Hab und Gut angekommen und unser Camp wächst leider. Sofort wurden die mittelosen Familien auch Dank Ihnen versorgt, aber es fehlt uns an Geld für mehr Milch! Bitte helfen Sie weiterhin!
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