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IN UNSEREM KALENDER LEBENSZEICHEN 2020 VERBRINGEN WIR EINEN TAG MIT UTCHU AUF SEINER INSEL UND GEBEN EINBLICK IN BEDROHTE LEBENSWEISEN!

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Wie die Sentinelesen versuchen auch die Jarawa auf traditionelle Weise zu leben: Jeder macht was er am besten kann. Es gibt keinen Häuptling oder religiösen Anführer. Die Nahrung geht zunächst an die engere Familie – die Überschüsse werden mit allen geteilt. Die Kinder wachsen gemeinsam auf und werden von allen Erwachsenen betreut. Handwerkliche Fähigkeiten werden den Kindern nicht gelernt, sondern von den Erwachsenen abgeschaut. Noch gibt es Raum für dies Art zu leben. Doch die Zivilisation rückt von allen Seiten näher.

Ein Tag auf der Insel

Utchu und seine Eltern Takoulou und Etalay leben gemeinsam mit ihren Freunden und Verwandten in großen, runden Hütten. Diese Hütten bauen sie aus Holz und verweben Pflanzen zu Dächern und Wänden. Wenn sie Zeit haben, ziehen Outchou und die anderen Kinder durch den Wald. Gleich in der Umgebung gibt es Feuerholz, für Lagerfeuer und zum Kochen, und einen Bach mit frischem Wasser. Die Kinder tanzen zwischen den Bäumen, spielen, singen und planschen im kalten Wasser. Eines Tages, wenn Outchou ein großer Jäger und Geschichtenerzähler ist, wird er eine Frau heiraten – aber nur, wenn sie seine Liebe erwidert. Dann werden sie ihr Leben gemeinsam verbringen, vielleicht ein bis zwei Kinder haben. Auch sie sollen dann in Freiheit, mit der er aufgewachsen ist, groß werden.

Auf den Bildern unten sieht man Utchu, wie er heute lebt. Tété trägt Utuch am Rücken; er macht dabei aus einem Bambusstamm einen Topf. Er wird verwendet, um den von ihm geernteten Waldhonig zu konservieren. Auf dem anderen Bild liegt er auf dem Boden und trägt einen kleinen Plastikbehälter, der als Tragebehälter dient. Sein Vater Takoulou holte ihn dann am Strand ab, wo viel Müll vom Meer angespült wird.

Utchus Volk möchte in Ruhe gelassen werden

Und nur wenn dieser Wunsch endlich gehört und respektiert wird, haben Kinder wie Utchu eine Chance auf die Zukunft, die sie sich wünschen. Die Kultur der Jarawa gilt als rückständig für die indische Mehrheitsbevölkerung. Die Jarawa-Kinder, die Sie unten im Film sehen, die frei und glücklich im Wald spielen, sind nun gezwungen, Umerziehungskurse in “Sonderschulen” zu besuchen. Um sie in die Schulen anzulocken, geben sie den Kindern Bananen. Und diejenigen, die sich weigern, werden von bewaffneten Waldrangern zwangsweise in diese “Schulen” gebracht. „Verglichen mit uns sind die Jarawa arm. Sie haben keine Staatsangehörigkeit und keine Rechte. In Indien werden sie als ausgestoßenen bezeichnet. Die meisten Ausgestoßenen landen in Slums, im Dreck und in Armut. Und sie bekommen Krankheiten. Aus unserer Welt kommt also nicht Gutes.“ so Alexandre Dereimis.

Weder für die Sentinelesen noch für die Jarawa wird es eine Zukunft geben, wenn die moderne Zivilisation nicht beschließt, dass es ein Tabu sein muss, diese Völker weiterhin zu bedrängen. Sie müssen die Zeit und die Intensität des Kontakts selbst wählen können.

Unser Einsatz für die Menschlichkeit: Wir als Lebenszeichen tun alles was in unserer Macht steht, um den Lebensraum und die Kultur der Jarawa zu schützen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Ausbeutung indigener Vöker weltweit an der Tagesordnung ist.

UNTERSCHREIBE JETZT DIE PETITION!

Indien, Andaman, ein Jarawa-Junge, Teonay sitzt auf einem Baum.