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LEBENSGRUNDLAGE VON ÜBER 220 BRASILIANISCHEN VÖLKERN BEDROHT!

LEBENSZEICHEN- Gesellschaft für bedrohte Völker Österreich befürchtet katastrophale Folgen für das Weltklima und einen kulturellen Völkermord der in der Region lebenden indigenen Gemeinschaften. Hauptursache der Vernichtung des Amazonaswaldes ist die Fleischproduktion. Rund 70 Prozent des vernichteten Tropenwaldes wurden für Viehweiden gerodet, ein Großteil des Restes für den Futtermittelanbau.

Die Waldbewohner verlieren nicht nur ihre Heimat, sondern auch deren Lebensweisen stehen nun am Spiel. Indigene Völker stehen immer schon an vorderster Front dieses Kampfes um den Regenwald. Nun steht der Amazonas kurz vor dem kompletten Kollaps durch eine unaufhaltsam scheinende Industrialisierung des Amazonasgebietes. Wer sich gegen die Industrielobbys wehrt, riskiert sein Leben. Ganz klar werden hier wirtschaftliche Interessen über das Wohl der Menschheit gestellt. Wenn sie ihr zu Hause verlieren, droht nicht nur der Verlust ganzer Kulturen und Lebensweisen, sondern wir gefährden auch die Zukunft unseres Planeten. Wir verlieren dann alle unser zu Hause.

WIR FORDERN MASSNAHMEN GEGEN DIE ILLEGALE PRIVATISIERUNG INDIGENER TERRITORIEN!

Schaut euch an, was sie mit unserem Reservat gemacht haben! Das Video einer brasilianischen PataxóIndianerin ging in den Online-Medien schnell viral. Sie wirft Kleinbauern vor das Feuer gelegt zu haben, um neue Weideflächen für ihr Vieh zu schaffen. Seit Monaten kämpfen die Indios gegen die Zerstörung des Amazonas unter der Regierung Bolsanaro. Präsident Bolsonaro betrachtet den Regenwald als wirtschaftlich ungenutztes Potenzial. Zuletzt hatten Großgrundbesitzer und Farmer im Südwesten des Bundesstaates Pará einen «Tag des Feuers» ausgerufen und in einer koordinierten Aktion große Flächen in Brand gesteckt. «Wir wollen dem Präsidenten zeigen, dass wir arbeiten wollen», zitiert die Lokalzeitung «Folha do Progresso» einen der Organisatoren.

Brasilien ist der flächen- und bevölkerungsmäßig fünftgrößte Staat der Erde und auch das größte und mit über 200 Millionen Einwohnern auch das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Ganz klar befindet sich Brasilien in einer schwierigen Situation. Die ständig steigende Mordrate in Brasilien belastet nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Wirtschaft des Landes. Die brasilianische Bevölkerung drängt auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in dem von Korruption geprägten Land. Bolsanaro setzt sich daher für die Erschließung der indigenen Territorien ein, was bisher ohne die ausdrückliche Zustimmung der Ureinwohner verboten ist. Bolsonaros Politik beflügelt damit illegale Strategien. Seit 1988 haben Indigene das Recht auf uneingeschränkte Ländereien. Sie besitzen nicht nur das Recht auf ihre eigenständige Lebensweise, sondern es ist auch nach brasilianischem Recht illegal jegliche Privatisierung oder Veräußerung in die Wege zu leiten. Außer dies liegt im Interesse der Indigenen, was nicht immer auszuschließen ist, aber im Allgemeinen gegen die Lebensweisen der Gemeinschaften steht.

DAMIT DIE INDIGENEN ZU IHREM RECHT KOMMEN, STELLEN WIR IHNEN RECHSTANWÄLTE FÜR DIE VERTEIDIGUNG IHRES ANGESTAMMTEN LANDES ZUR VERFÜGUNG. BITTE HELFEN SIE JETZT MIT!

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VIEL LAND FÜR WENIGE INDIANER

Leider wird auch im Zuge der Brände wenig über das Schicksal der indigenen Gemeinschaften Brasiliens berichtet. Unter der derzeitigen Regierung  haben die Indigenen keine Lobby, weswegen es so wichtig ist, dass das internationale Augenmerk darauf gelenkt wird. Indigene Völker und ethnische Minderheiten  sind in Brasilien stets Diskriminierung ausgesetzt. Rassismus und Klassenunterschiede sind in den Gedanken der Mehrheitsbevölkerung tief verwurzelt. Daher bestehen Interessen, die “Menschen im Busch“ auch aktiv aus dem Weg zu schaffen. Insgesamt leben in Brasilien schätzungsweise 60.000.-700.000 Indigene, wobei eine Selbstidentifizierung als “Indigen” unterschiedlich sein kann. Die Minderheit liegt damit unter einem Prozent. Trotzdem haben sie aber Anspruch auf 13% der Landfläche Brasiliens. Dies ist der große Streitpunkt zwischen konservativen Kräften und Indigenen.

Was an den sogenannten “fronteras”, den Grenzen der angestammten Territorien, passiert ist ein Voranschreiten exzessiver Gewalt gegen die Natur, aber auch gegen die Menschen die dort leben. Sie sind bedrohter denn je. Die oft sehr gewaltsamen Auseinandersetzungen nehmen in letzter Zeit zu. In einer ersten Phase kommt es vor allem zu einem Eindringen von Holzfällern. Diese Stoßtrupps gehen sehr gewaltsam vor. Indigene Anführer werden ermordet und politische Aktivisten müssen um ihr Leben fürchten.

WIR FORDERN DAS RECHT AUF DIVERSITÄT!

Das Amazonasbecken mit fast 7,9 Mio. km² ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Welt – der Amazonas, der dieser Region seinen Namen gibt – und mit einer Länge von fast 6.500 km der längste Fluss der Erde. Zum Vergleich: Europa mit seinen 27 Mitgliedsstaaten umfasst gerade mal eine Fläche von 4,3 Mio. km². Das gewaltige Flusssystem umfasst neun Länder: Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch-Guyana. Amazonien ist die Heimat von über 450 unterschiedlichen indigenen Völkern. Gemeinsam ist ihnen ein tiefer Respekt vor dem Lebensraum Wald.

Ein altes Ziel der brasilianischen Indigenenpolitik ist die Assimilation der indigenen Lebensweise. Diese gilt es zu überwinden und die Menschen „aus dem Wald“ zu holen. Diese Vorgänge finden in vielfacher Weise statt. Eine zunehmende Migration in die Städte ist im vollen Gange. Immer mehr sehen sich selbst nicht mehr als Indios, sondern als Arme. Sie sind vom materiellen Wohlstand der brasilianischen Gesellschaft ausgeschlossen. Da der Druck auf die Landflächen  der indigenen Bevölkerung steigt, ist auch die Nahrungsbeschaffung mit traditionellen Methoden immer schwieriger und es herrscht schlicht und einfach ein chronischer Nahrungsmangel, weswegen man mittlerweile in die Stadt einkaufen gehen muss. All dies sind Entfremdungsprozesse; die kulturelle Diversität zu bewahren wird immer schwieriger. Deswegen sprechen wir hier von einem schleichenden Völkermord. Es besteht allerdings immer die Gefahr, die Indigenen dazu zu verurteilen, dort zu bleiben wo sie sind. Das ist nicht weniger problematisch als ihnen vorzuschreiben, sie hätten sich gefälligst anzupassen. Aber es finden Prozesse statt, in der man das Wissen, wie man mit diesen „lebendigen Logiken“ der Waldumwelt Amazoniens umgeht, verliert.

MIT UNSEREM (KULT)KALENDER TUN WIR ETWAS GEGEN DEN VERLUST DES TRADITIONELLEN WISSENS. MIT EINEM KAUF SENDEN WIR LEBENSZEICHEN DER BEDROHTEN VÖLKER AN DIE WELT!

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AUCH IM EUROPÄISCHEN HANDEL ERHÄLTLICH!

Denn zur Errichtung einer Freihandelszone verhandelt die EU seit 1999 mit den sogenannten Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay über ein Assoziierungsabkommen. Am 28. Juni 2019 kam es zu einer Einigung über den Abkommenstext. Seither wird laut Wirtschaftskammer Österreich erwartet, dass sich weitere Möglichkeiten für die wettbewerbsfähigsten Sektoren der EU erschließen. Durch den Wegfall der Zölle und den Abbau der nicht-tarifären Handelshemmnisse soll der Mercosur zu einem der Top-Märkte für unter anderem Milchprodukte, verarbeitete Lebensmittel und alle Arten von Schweinefleischprodukten werden. Nun wird auch schon von einzlenen EU-Staaten ein Stopp des Abkommens gefordert. Ein guter Tipp, um “Regenwald-Fleisch” zu vermeiden: Kaufen Sie am besten soviel wie möglich regional ein oder verzichten Sie einfach ganz auf Fleisch!

KONTAKT: Geschäftsführerin Nadine Papai, BA

nadine.papai@lebenszeichen-international.at

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