Projekt Beschreibung

Die Herausforderungen bleiben – und wir auch!

Es ist nun auch besonders wichtig, trotz Corona-Krise andere überlebenswichtige Tätigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren und für ausreichend Nahrung zu sorgen. Auch irakische Kinder sind Erben des Klimawandels und seinen möglichen katastrophalen Folgen. Die Zukunft der nächsten Generationen wird auf der ganzen Erde von großen Veränderungen geprägt sein. Im Irak rechnen wir vermehrt mit noch extremere Dürre. Hinzu kommt, dass Plastik leider immer noch eines der Grundmaterialien für sämtliche Alltagsgegenstände ist und Müll die kurdischen Landschaften überflutet und verseucht. Dazu kommt noch die politische Instabilität des Nordiraks. Wirtschaftlich abhängig vom Öl, trifft Kurdistan die derzeitige Ölkrise sehr hart. Fällt der Ölpreis in den Keller, droht dem vom Geschäft mit dem schwarzen Gold abhängigen Gebiet der Staatsbankrott. Die kurdische Bevölkerung war schon mehrmals in solch widriger Situation, viele der Normalverdienenden bekommen in solchen Zeiten nur mehr ein Drittel ihres Jahresgehaltes. Fallen nun auch zum Beispiel wichtige Tätigkeiten von NGOs außerhalb der COVID-Hilfe weg, sieht es auch schlecht aus für die bereits nicht ausreichende Ernährungssicherheit in den Flüchtlingscamps.

Deshalb sehen wir nicht zu, sondern handeln: Indem wir für Menschen im Nordirak wertvollen Lebensraum und nachhaltige Zukunftsperspektiven schaffen. LEBENSZEICHEN steht für Arbeit auf Augenhöhe mit den Projektpartnern vor Ort und setzt dabei Zeichen in der internationalen Zusammenarbeit. Oft gehen wir unkonventionellere Wege, die gemeinsam mit den “Kulturen” erarbeitet werden, und sich durch Vertrauen und Erfolg auszeichnen. Gemeinsam mit KOARP thematisieren wir verschwindende Lebensweisen und Lebensräume in lokalen Medien und planen dabei einzigartige Projekte.

Unsere “neue” kleine Farm

Wir haben gerade in der Zeit der Pandemie unsere internationale Zusammenarbeit verstärkt und ein LEBENSZEICHEN-Programm für Mensch & Umwelt ins Leben gerufen. Ziel ist ein eigener “Waldgarten”, in dem wir Kindern und Erwachsenen die heimische, kurdische Flora und Fauna näherbringen, alte Pflanzenarten erhalten bzw. wiederentdecken und das Prinzip der Permakultur anwenden. Auf unserer Farm zeigen wir künftigen Generationen, wie unschätzbar wertvoll Lebensraum ist. Dabei darf auch der praktische Nutzen nicht fehlen: Die Menschen lernen, selbst tätig zu werden.

Mit Deiner Hilfe stellen wir Samen, Erde und Know-How für syrische Flüchtlinge in den Camps von Kurdistan zur Verfügung, damit die Menschen künftig gesunde Nahrung selbst anpflanzen können. Damit schaffen wir mehr Unabhängigkeit, fördern Regionalität und schützen dabei die Biodiversität Kurdistans! Bitte hilf z.B. mit schon € 29,– für traditionelles, kurdisches Saatgut und Erde!

Die richtige Bildung = Hoffung auf eine sicherere Zukunft

Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen gehen wir in den Zoo, veranstalten wir Baumpflanzungen im Camp oder organisieren begrünte Flächen wie Spielplätze in den tristen Camps! In Zukunft haben wir Dank Deiner Hilfe dafür eigene Samen und können so langfristig helfen.

Wir wollen mit unseren Projekten vor allem die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit der Kinder stärken. Sie lernen mit uns Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Chance für eine weitere Entwicklungen zu nutzen. Als wertvollste Quelle steht uns dabei die Natur und ein schützender Umgang mit ihr zur Verfügung. Wir veranstalten aktiv mit Kindern aus verschiedenen Camps kleine Aktionen, die das “Erleben” von Pflanzen- und Tierkunde ermöglichen! Viele der Kinder kommen aus armen Verhältnissen, dass sie keine Ausflüge kennen. Dabei haben wir wiederum die Möglichkeit auf eine gesunde Ernährung der Kinder Acht zugeben.

Trister Alltag im CampBegrüntes Camp mit essbaren Gärten

“Mit der Natur statt gegen sie”

>Permakultur in Kurdistan & indigenes Know-how für Flüchtlingscamps: In Workshops im Camp und auf unserem Land zeigen wir Flüchtlingen aber auch einheimischen Bauern wie man z.B. gesunde Kräuter aber auch Früchte & Gemüse im Camp mit einfachen Methoden anbauen kann. Erzielte Überschüsse aus dem Garten werden verkauft oder wir verschenken sie an besonders arme Familien. Auch Samen geben wir bei Workshops in den Camps zur weiteren Pflanzung an Flüchtlingsfamilien weiter. Gemeinsam retten wir außerdem heimische Nutztiere, indem wir sie auf der Farm leben lassen.

Mit Dir möchten wir den ersten Streichelzoo Kurdistans errichten, um traumatisierten Kindern ein Lächeln und damit wieder ein Stück Kindheit zu schenken. Bitte hilf z.B. mit € 49,– für den Ausbau unserer Farm (z.B. Zaun, Geräte, etc.)

Kannst Du Dich noch an unsere Joghurtproduktion im Irak erinnern? Dabei haben wir über ein Jahr mit Hilfe der Flüchtlinge von Dawodia Milch zu Joghurt weiterverarbeitet und an das Camp verteilt. Nach erfolgreichem Abschluss dank der Hilfe von unseren SpenderInnen & Sponsoren haben wir nun die kleine Farm nachhaltig weiterentwickelt. Unser Projektpartner vor Ort, Sulaiman, stellt uns dafür nicht nur das Land zur Verfügung- gemeinsam durch einen ständigen Austausch von Know- How vor allem durchs Internet und mittels Social Media erarbeiten wir uns mit weltweiter Unterstützung ein Permakultur-Nutzungskonzept des Landes bzw. erforschen und experimentieren mit traditionellen “kurdischen” Pflanzen.

Permakultur bedeutet „nachhaltige Landwirtschaft“ und verfolgt das Ziel, ein Überleben im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Ziel einer „permakulturellen Planung“ ist es, durch geschlossene Stoffkreisläufe langfristig stabile Ökosysteme zu schaffen, die sich quasi von selbst erhalten. Die Philosophie dahinter ist, mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten. Die Prinzipien beruhen auf Ökologie, traditionellem Wissen indigener Völker, Beobachtung und Experimentieren.

Dennoch ist dies keine Landwirtschaftweise, die eine Massenproduktion ermöglicht. Bestimmend dabei ist sich zumindest teilweise selbst zu versorgen. “Permakultur ist im Nordirak so gut wie unbekannt. Es gibt aber eine vergleichsweise kurdische Art der Gartengestaltung, die ähnlich dem ist, was wir unter Permakultur verstehen. Die Vorteile dieser Art der Nutzung kann in den Camps angewendet werden. Dazu brauchen die Leute aber nicht nur Know-How, sondern auch Motivation. Deswegen ist es notwendig eine Art Vorzeigegarten zu haben, in dem man sich nicht nur wohlfühlt, sondern auch motiviert selbst tätig zu werden.” so Nadine Papai, die Projektleiterin. “Damit soll eine Art Ernährungssichheit aus eigener Kraft ermöglicht werden, ohne dass man selbst Land besitzt. Wichtig ist dabei, dass wir umwelt- und ressourcenschoned unsere Projekte planen und durchführen. Mit unserer Permakultur-Famr schaffen wir auch eine “Oase” für die bereits sterbende Artenvielfalt in Kurdistan.”

Warum Permakultur?

Die Vorteile der Permakultur als Kultur der nachhaltigen Lebensweise und umweltfreundlichen Landnutzung liegen klar auf der Hand:

  • Nutzung biologischer Ressourcen

  • Biologisches Design, das natürlichen Ökosystemen nachempfunden ist

  • Nicht energieintensiv

  • Keine umweltbelastende Landwirtschaft; auf Monokulturen und den Einsatz chemisch-synthetischer Dünger und Pestizide wird verzichtet

  • Minimaler menschlicher Eingriffe notwendig

  • Durch Ansiedlung unterschiedlicher Pflanzen und Tiere soll die natürliche Artenvielfalt gefördert werden

Aufgrund technischer Umstellungen, bitten wir Sie Ihre Spende auf unser SPENDENKONTO:  AT19 6000 0000 9206 4449 zu tätigen. Wir bitten darum im VERWENDUNGSZWECK: Den jeweiligen Namen des Projekts anzuführen, wofür Sie spenden möchten. Um Ihre Spende dem jeweiligen Projekt zuordnen zu können.