Projekt Beschreibung

Corona in den kurdischen Flüchtlingscamps angekommen

Wir befinden uns mitten in der größten humanitären Krise der letzten Jahrzehnte. Alleine können die Schwächsten diese Katastrophe nicht bewältigen. Es ist nicht leicht. Das Virus Covid 19 breitet sich in den kurdischen Lagern aus und es müssen dringend präventive Maßnahmen ergriffen werden. Um die Pandemie zu bekämpfen, fehlen dem Krankenhauspersonal und den Lagerbewohnern die wichtigsten Utensilien wie Handschuhe, Desinfektionsmittel und einfache, aber wirksame Seifen.

In ständigem Kontakt mit den Camps ermittelt Doc Sulaiman von KOARP die Bedürfnisse, die von großen NGOs oder lokalen Behörden nicht gedeckt werden können.

Das Lager Bardarasch für syrische Flüchtlinge umfasst etwa 16000 Menschen und verfügt über ein Krankenhaus, das von Mitarbeitern der kurdischen Regierung geleitet wird. Das Lager Bajed Khandal umfasst 11000 Binnenflüchtlinge, die auf 2200 Familienmitglieder aufgeteilt sind, und verfügt über ein Krankenhaus, das von kurdischem Personal geleitet und das von der schwedischen Organisation Gemeinsame Hilfe für Kurdistan unterstützt wird.

Für mehr Sicherheit für Betroffene in den nordirakischen Flüchtlingscamps

Deswegen haben wir mit Ihrer Unterstützung ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit und Humanität gesetzt. Gemeinsam haben wir Hygienepakete zur Verfügung gestellt, mit den Kindern des Camps deren Gebrauch geübt aber auch eine lebensnotwendige Versorgung der Krankenstationen in 2 Camps organisiert. Doc Sulaiman stellt dabei fest: “Nach unseren Informationen wird dieses Material mehr als zwei Monate lang zur Verfügung stehen, aber wenn der Ausbruch stark verläuft, wird es keine 60 Tage dauern, sondern weniger. Wir müssen auch künftig bereits sein, um beiden Krankenhäusern zu helfen.”

Aufklärungsprogramme für Frauen und Kinder

Im nächsten Schritt werden wir ein Programm durchführen, insbesondere für Kinder und Frauen, wie man sich vor Krankheit schützen und COVID19 verhindern kann. Im Krankenhaus von Bajed Khandal hatten wir Gelegenheit, mehr als 60 Kinder zu treffen und ihnen beizubringen, wie sie sich vor COVID-19 schützen können, wie man sich die Hände wäscht, wie man einander begegnet, sich die Hände schüttelt und wie man sich bei Krankheitsfällen verhält und die Masken richtig trägt. In den Camps gibt es jedoch keinen Platz sich zu separieren. In den Camps war die Armut auch schon vor Corona groß und die Menschen leben stets unter schwierigen hygienischen Bedingungen. Auch herrscht keine Maskenpflicht in Kurdistan, wie bei uns in Österreich. Masken tragen hier Menschen mit Immunschwäche, wenn sie sich krank fühlen oder Menschen, die schon zuvor Probleme mit der Gesundheit haben. Auch in überfüllten Bereichen tragen Menschen die Masken, jedoch sind diese derzeit zu teuer, um alle Menschen in Camp präventiv damit zu versorgen.

JETZT SPENDEN!

Das haben wir dank Ihrer Hilfe für 2 Krankenhäuser geschafft

  • Desinfektionsmittel
  • Medizin zur Behandlung weiterer Krankheiten wie Krätze
  • Professionelle MNS-Masken