Vor elf Jahren begann Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong in China

Europas Regierungen ignorieren größte Verfolgung seit der chinesischen Kulturrevolution

Vor genau elf Jahren begann die blutige Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong in China (20.07.1999). Daran hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert und gleichzeitig die europäischen Regierungen scharf kritisiert, weil sie die größte Verfolgung Andersdenkender in China seit der Kulturrevolution ignorierten.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
20. Juli 2010

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Mapuche seit einer Woche im Hungerstreik Gesellschaft für bedrohte Völker in großer Sorge um 20 politische Gefangene in Chile

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist in großer Sorge um 20 politische Gefangene in Chile. Die Mapuche befinden sich seit einer Woche in Haftanstalten der Städte Concepción und Temuco in einem unbefristeten Hungerstreik, um gegen ungerechte Prozessführung und manipulierte Anklagen zu protestieren. Außerdem wollen sie so auf die verzweifelte Situation ihres Volkes aufmerksam machen. Die Bürgerrechtler sind nach dem berüchtigten Anti-Terrorismus-Gesetz, das noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur stammt, wegen Landrechtsauseinandersetzungen angeklagt und sollen vor ein Militärgericht gestellt werden.

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Juli 2010

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Menschenrechtlern in Russland droht zunehmend Gefahr

Jahrestag des Mordes an Natalja Estemirowa

Anlässlich des ersten Jahrestages des Mordes an der Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eindringlich vor einer zunehmenden Gefährdung der noch aktiven Menschenrechtler in Russland.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Juli 2010

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Die Säule der Schande

Zum 15. Jahrestag des Massakers von Srebrenica

Gefordert haben die Mütter von Srebrenica das Mahnmal schon 2007. Das „Zentrum für Politische Schönheit“ hat diese Idee aufgegriffen und setzt sie nun zum 15. Jahrestag des Massakers von Srebrenica in die Tat um. Die 8 Meter hohe und 16 Meter lange „Säule der Schande“ in Form der Buchstaben „U“ und „N“, den Initialen der Vereinten Nationen, die dieses Massaker nicht verhindert haben, wird nun bei der Hinrichtungsstätte Potocari nahe Srebrenica errichtet. 16.744 Schuhe werden symbolisch für die 8.372 bosnischen Söhne, Ehemänner, Brüder und Väter, die bei dieser Massenexekution ums Leben kamen, in die „Säule der Schande“ einbetoniert, ihre Namen am Sockel der Betonskultur eingraviert.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
06. Juli 2010

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Interview mit dem evangelischen Bischof Dr. Michael Bünker zur Säule der Schande

Bischof Bünker (BB): Nachdem ich die Gesellschaft für bedrohte Völker schon lange kenne – schon seit den siebziger Jahren – und ihre Arbeit sehr schätze, habe ich den Aufruf gleich sehr ernst genommen, das Anliegen mit einer „Säule der Schande“ an den Volkermord und das Versagen der UN - Truppen in Srebrenica zu erinnern, hat mir das sofort eingeleuchtet und ich begrüße es sehr.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
06. Juli 2010

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Interview mit Haris Hrle, Botschafter von Bosnien und Herzegowina, zur Säule der Schande

 Alfred Brandhofer, Obmann der GfbV (AB): Welche Erinnerungen haben Sie an den Krieg im Allgemeinen und an Srebrenica im Besonderen?

Haris HRLE, Botschafter von Bosnien und Herzegowina (HH): Für mich war das ein richtiger Krieg, eine Attacke auf Geist und Körper, ein Versuch, Zeit und Raum zu zerstören. Nach diesen Erfahrungen verbinde ich Krieg nicht mit einem abstrakten Atomangriff, sondern mit dem Überfall auf Bosnien-Herzegowina und seine Bevölkerung. Zerstörung von Städten, Massenmord … Zerstörung von Gebetsstätten, von Seelen und Körpern, Folterungen und Demütigungen … Ich war während des ganzen Krieges in Bosnien-Herzegowina und habe noch immer Alpträume davon.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
07. Juli 2010

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Friedenskarawane unter Beschuss

Tödlicher Kugelhagel stoppte am 27. April in der mexikanischen Provinz Oaxaca 25 FriedensaktivistInnen auf ihrem Weg in das Zentrum der indigenen Gruppe der Triqui, San Juan Copala. Der Vorfall fand in den internationalen Medien keine Beachtung. Vor Ort recherchierte Katya Buchleitner für planet.

Gesellschaft für bedrohte Völker
28. Juni 2010

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Kirgisien: Hintergrund zu den blutigen Pogromen an der usbekischen Minderheit

Kirgisien – humanitäre Hilfe jetzt und internationale Unterstützung für ein Ende der Gewalt

Seit Tagen werden im Süden Kirgisiens Angehörige der usbekischen Minderheit Opfer entsetzlicher Pogrome durch Mobs junger bewaffneter Kirgisen. Die Interimsregierung Kirgisiens unter Rosa Otunbajewa ist mit der Situation überfordert und hat Russland um militärische Unterstützung gebeten. Die internationalen Organisationen sind alarmiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) tritt dafür ein, dass jetzt großzügig und unbürokratisch internationale humanitäre Unterstützung in das Land und die Grenzregion zu Usbekistan fließen muss, wo schon 100.000 Flüchtlinge Schutz suchen sollen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
23. Juni 2010

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Mehr als 500.000 Sklaven in Mauretanien

Appell: EU-Entwicklungshilfe an Mauretanien von stärkerem Einsatz gegen Sklaverei abhängig machen

In Mauretanien gibt es noch immer mehr als 500.000 Sklaven. Deshalb muss bei den Verhandlungen über neue EU-Entwicklungshilfe für das nordwestafrikanische Land am 22./23. Juni in Brüssel jede weitere finanzielle Unterstützung von einem entschiedenen Eintreten der mauretanischen Regierung gegen die Sklaverei abhängig gemacht werden, fordern die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Anti-Sklaverei- Bewegung IRA (Initiative pour la Résurgence du Mouvement Abolitionniste).

Gesellschaft für bedrohte Völker
21. Juni 2010

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Andritz - Europas Schande

Konzern unterschreibt Verträge und stellt Profite über Menschenrechte, Kulturgüter und Natur

ECA Watch Österreich und der WWF Österrreich kritisieren die Entscheidung von Andritz, sich auch weiterhin am Ilisu-Projekt zu beteiligen, scharf und kündigten Konsequenzen an. Die Argumente von Andritz-Chef Leitner für den Verbleib im Projekt widersprechen der Realität und sind eine Aneinanderreihung verdrehter Tatsachen. Zudem ist diese Entscheidung ein Schlag ins Gesicht der drei europäischen Regierungen, die vor einem Jahr wegen der verheerenden Folgen und der Verfehlung internationaler Standards den Ausstieg aus dem Projekt beschlossen hatten.

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Juni 2010

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Kriegsverbrechen im Ogaden?

GfbV: Schwere Vorwürfe gegen Äthiopien müssen vor G 20-Gipfel geklärt werden!

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Montag an die UN- Hochkommissarin für Menschenrechte Navanethem Pillay appelliert, den Vorwurf, Äthiopien habe im Osten des Landes schwere Kriegsverbrechen begangen, sofort zu untersuchen. Lokale Menschenrechtler berichten, dass äthiopische Soldaten bei Razzien im Ogaden unbewaffnete somalische Dorfälteste und Kleinbauern standrechtlich erschossen haben. Diesen Kriegsverbrechen sollen mehr als 70 Zivilisten zum Opfer gefallen sein. Der GfbV wurde eine Liste mit den Namen von 34 Opfern zugeschickt, den die Menschenrechtsorganisation an die Vereinten Nationen weiterreichte.

Gesellschaft für bedrohte Völker
14. Juni 2010

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Im Angesicht der Fußball-WM 2010

Der Kampf für ein faires Spiel ist noch nicht vorbei
(Jenni Jerabek, www.frauensolidaritaet.org)

Die WM 2010 in Südafrika rückt näher und marginalisierte Bevölkerungsschichten kämpfen weiter für ihre Rechte, denn im Zuge der Modernisierung der Gastgeberstädte werden sie noch weiter an die Peripherie gedrängt. Zwangsumsiedlungen und das Entziehen der Existenzgrundlage sind Probleme, von denen besonders Frauen betroffen sind. StreetNet, eine internationale Organisation von und für StraßenhändlerInnen, fordert seit 2007 in einer Kampagne „inklusive Weltklassestädte für alle“.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
09. Juni 2010

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GfbV fordert internationale Untersuchung zur Aufklärung von Gewaltverbrechen in der Türkei

Menschenrechtsanwalt tot aufgefunden - kurdische Parlamentarier zusammengeschlagen:

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beobachtet mit großer Sorge die dramatische Gewalteskalation gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Kirche in der Türkei. Nach aktuellen Informationen, die die GfbV soeben erreichten, wurde der türkische Jurist Hakan Karadag am heutigen Freitag tot in seiner Wohnung in Istanbul aufgefunden. Karadag, war einer der Anwälte des am 19. Januar 2007 von türkischen Rassisten getöteten armenischen Journalisten Hrant Dink. Er hatte sich für die Aufklärung dieses Verbrechens engagiert und wurde von dem Mörder zweimal mit dem Tod bedroht.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
04. Juni 2010

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Die GfbV verurteilt militärischen Angriff Israels auf internationalen Hilfskonvoi

Am Morgen des 31. Mai 2010 fing die israelische Marine einen pro-palästinensischen Schiffskonvoi der Organisation "Free Gaza Movement", der über den Seeweg die Zivilgesellschaft des isolierten Gazastreifens mit humanitären Hilfsgütern beliefern wollte, ab. Bis zu 9 Menschen kamen bei dem Angriff der israelischen Militärs ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Zurzeit befindet sich weiterhin eine große Anzahl dieser Friedensbewegten in israelischem Gewahrsam.

Gesellschaft für bedrohte Völker
01. Juni 2010

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Irak: Serie von Mordanschlägen auf Mandäer - Bagdad kann religiöse Minderheit nicht schützen

Die Serie von Mordanschlägen auf Mandäer im Irak reißt nicht ab. Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag erfuhr, wurde am vergangenen Dienstagmorgen erneut ein Angehöriger dieser kleinen Glaubensgemeinschaft Opfer eines Attentats. Unbekannte töteten den Mandäer Arshad Amjad Al Sayfi im Bagdader Stadtviertel Al Bayaa. Sein Bruder Ahmad wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

"Offenbar kann die irakische Zentralregierung die Mandäer nicht schützen", sagte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. "Zur Rettung der höchstens noch 5000 Angehörigen dieser religiösen Minderheit muss schnellstens etwas passieren. Sie schweben in großer Gefahr."

Gesellschaft für bedrohte Völker
27. Mai 2010

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Reporterin aus Tirol in Chile in Haft

Georgia Schultze wurde bei einer Demonstration von Agenten festgenommen. Innsbruck.
ÖSTERREICH erreicht die Tiroler ORF-Journalistin Georgia Schultze (34) in München, wo sie sich bei ihrem Freund von den Erlebnissen erholt. „Ich bin erleichtert“, sagt sie jetzt nach ihrer Rückkehr: Sie war in Chile während einer Radiorecherche vom chilenischen Geheimdienst festgenommen und verhört worden.

Gesellschaft für bedrohte Völker
21. Mai 2010

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The Pillar of Shame project

The Pillar of Shame will serve as a metaphor for the immense betrayal of the United Nations in Bosnia and Herzegovina, and as a warning to all future co-workers of the United Nations. The plan: the 16,744 shoes (representing 8,372 victims) should form two gigantic letters measuring eight metres in height and coloured in shimmering white. The two letters (‘U' and ‘N') will be penetrated by three monumental bullet holes with real shoes found in mass graves embedded in them.

Weiterlesen unter:
http://www.pillarofshame.eu/

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
25. Mai 2010

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Parlamentswahlen in Äthiopien

Unfaire Wahlen - Regimekritiker in Haft -Kritik an Doppelmoral Europas

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Äthiopiens vorgeworfen, vor den für kommenden Sonntag geplanten Parlamentswahlen die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen und Oppositionsparteien massiv zu behindern. "Außerdem schüchtern die Behörden mit der Verhaftung Dutzender Angehöriger der Bevölkerungsgruppen der Oromo und Somali systematisch Regimekritiker ein", berichtete der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. "Freie und unabhängige Wahlen sehen anders aus. Auch die Entsendung von Wahlbeobachtern der Europäischen Union hat bislang nicht zu mehr Fairness im Wahlkampf geführt."

Gesellschaft für bedrohte Völker
19. Mai 2010

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Weltgipfel der Völker zum Klimawandel und den Rechten der Mutter Erde - ein Bericht


Die GfbV unterstützte die Teilnahme von Robert Lessmann an der Klimakonferenz in Cochabamba.

(20.-23. April 2010, Cochabamba, Bolivien)
„Ein Leben im Einklang mit der Natur ist nicht möglich, wenn ein Prozent der Menschheit 50 Prozent des Reichtums konzentriert“, sagte der bolivianische Präsident und Gastgeber des Gipfels, Evo Morales Ayma in seiner Eröffnungsrede. In seinem kapitalismuskritischen Diskurs stellte er westlichem Denken („Macht euch die Erde untertan!“) ein indigenes Menschenbild als Alternative entgegen, das den Mensch als Teil der Natur betrachtet. Vizepräsident Álvaro García Linera warnte in seinem brillanten Vortrag auf einem der insgesamt 17 Foren, dass man die Natur nicht als Werkzeug begreifen dürfe, sondern als etwas Lebendiges. Der Mensch sei nur ein Teil davon und müsse sein Handeln nach dem Prinzip der andinen Reziprozität ausrichten: Als ständiges Geben und Nehmen.

 

Gesellschaft für bedrohte Völker
23. April 2010

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Neuer UN-Menschenrechtsrat: 64 Prozent der Kandidaten verletzen Menschenrechte

UN-Vollversammlung wählt 14 neue Mitglieder in Menschenrechtsrat

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einer Aushöhlung des weltweiten Menschenrechtsschutzes gewarnt. Es sei ein Trauerspiel, dass 64 Prozent der Staaten, die sich am kommenden Donnerstag um einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat bewerben, Menschenrechte systematisch missachten, erklärte die GfbV. Wenn Verfolgerstaaten selbst im bedeutendsten UN-Menschenrechtsgremium das Sagen hätten, sei es um die Glaubwürdigkeit des Menschenrechts-Engagements der Vereinten Nationen schlecht bestellt.

Gesellschaft für bedrohte Völker
11. Mai 2010

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Strafanzeige gegen deutsches Unternehmen Lahmeyer. Deutsche Firma trägt Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen beim Staudammbau im Sudan

Nach Ansicht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hätte das im Staudammbau weltweit führende deutsche Unternehmen Lahmeyer International versuchen müssen, Menschenrechtsverletzungen beim Bau des Merowe-Staudamms am Nil zu verhindern. "Als Generalunternehmer und Koordinator des Baus des umstrittenen Großstaudammes muss Lahmeyer sich nun Mitverantwortung für die Erschießung friedlicher Demonstranten, willkürliche Verhaftungen, Zwangsumsiedlungen und weitere Menschenrechtsverletzungen an mehreren zehntausend Umsiedlern vorwerfen lassen", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Gegen die in Bad Vilbel ansässige Firma hat das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) gestern wegen des Baus des Merowe-Staudamms Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt erstattet.

Gesellschaft für bedrohte Völker
03. Mai 2010

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Erfolg! Marokko sichert die Freilassung inhaftierter Menschenrechtler zu

Die sechs in Marokko inhaftierten sahaurischen Menschenrechtler aus der Westsahara haben ihren Hungerstreik nach 41 Tagen beendet. Denn nach vielen Gesprächen während der beiden letzten Wochen ihres Streiks hat die marokkanische Regierung ihnen nun zugesichert, sie auf Kaution freizulassen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
29. April 2010

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Tschetschenen-Präsident Kadyrow steckt hinter Mord an Umar Israilov in Wien - Offizielle Bestätigung für viele Verdachtsmomente

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Untersuchungsberichts des Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) am 27. April 2010 hat Österreich den tschetschenischen Präsidenten Ramzan Kadyrow als erste europäische Regierung des Mordes bezichtigt. Dem Bericht zufolge hat Kadyrow den Auftrag für die Entführung des tschetschenischen Flüchtlings Umar Israilov erteilt, der dann am 13. Januar 2009 in Wien von zwei Männern auf offener Straße erschossen wurde, berichtete die österreichische Wochenzeitung "Falter".

Gesellschaft für bedrohte Völker
28. April 2010

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Juristisches Tauziehen um gigantisches Wasserkraftprojekt in Brasilien geht weiter

Das juristische Tauziehen um das gigantische Wasserkraftprojekt Belo Monte am Xingu-Fluss im brasilianischen Bundesstaat Pará geht weiter.

Überraschend hat das Bundesgericht in der Landeshauptstadt Altamira den für den heutigen Dienstag geplanten Beginn der Bauausschreibungen für den drittgrößten Staudamm der Welt mit einer neuen einstweiligen Verfügung gestoppt. "Für die durch den Riesenstaudamm und den Stausee unmittelbar bedrohten Kayapó-, Assurini- und Juruna-Indianer ist diese Entscheidung jedoch noch lange kein Grund zum Aufatmen", sagte Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), am Dienstag in Göttingen. "Denn wir müssen befürchten, dass sie von der Generalstaatsanwaltschaft kurzfristig wieder aufgehoben wird."

Gesellschaft für bedrohte Völker
20. April 2010

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Politische Gefangene aus der Westsahara verweigern seit 33 Tagen die Nahrungsaufnahme - Hungerstreikende Menschenrechtler in Marokko in Lebensgefahr

33 Tage nach Beginn ihres Hungerstreiks ist das Leben von fünf in Marokko inhaftierten Menschenrechtlern aus der Westsahara ernsthaft in Gefahr. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnte am Montag: "Es ist nur eine Frage von Tagen, bis der erste dieser politischen Gefangenen stirbt, wenn die marokkanischen Behörden nicht endlich reagieren und ihnen den geforderten fairen Gerichtsprozess zusichern."

Ali Salem Tamek, Brahim Dahane, Ahmed Nasiri, Yadih Ettarouzi und Rachid Sghayer haben ihren Hungerstreik am 18. März 2010 begonnen. Saleh Lebaihi, ein sechster Menschenrechtsaktivist, verweigert die Nahrungsaufnahme seit dem 5. April. Die Inhaftierten werden im Gefängnis von Salé nahe der Hauptstadt Rabat festgehalten.

Gesellschaft für bedrohte Völker
19. April 2010

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Blutige Strafaktion nach Rinder-Diebstahl Armee Ugandas tötet 41 Rinderhirten - Unabhängige Untersuchung des Massakers gefordert

Nachdem 41 Rinderhirten bei einer Strafaktion der Armee in Uganda erschossen wurden, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch eine unabhängige Untersuchung des Massakers durch die Vereinten Nationen gefordert. Die Opfer gehören zur Gruppe der Jie, die dem Volk der Karamojong zugerechnet werden. Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich die Strafaktion bereits am Mittwoch vergangener Woche, als die Armee nach einem Viehdiebstahl im Kaabon Distrikt nach den mutmaßlichen Dieben suchte.

Gesellschaft für bedrohte Völker
14. April 2010

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Kolumbien: Emberá-Indianer mailen Fotos erschossener Kinder – mehr als 20 Tote nach Angriffen auf indianische Dörfer im Regenwald

Erschütternde Nachrichten und entsetzliche Fotos aus den unzugänglichen Regionen des Regenwaldes im Nordwesten Kolumbiens erreichten die Umweltorganisation „SOS Regenwald“ und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). In einer E-Mail berichteten nun Emberá-Indianer, mehrerer ihrer Siedlungen im Gebiet des Chocó seien Ende Jänner 2010 teils mit Helikoptern angegriffen und 22 Dorfbewohner getötet worden, darunter mindestens acht Kinder. Die Kontaktleute schickten ein entsetzliches Bild von den blutüberströmten Leichen dreier erschossener Emberá-Kinder mit. Das Foto wurde mit einer Kamera, die der österreichische Umweltaktivst und Präsident von SOS-Regenwald, Richard Weixler, einer Dorfgemeinschaft der Emberá zur Dokumentation von Übergriffen übergeben hatte, aufgenommen. Ob Paramilitärs oder Militärs die Täter waren, sei unklar. Da nur die Armee über Hubschrauber verfügt, läge die Vermutung nahe, dass das kolumbianische Militär mindestens einen Teil der Verbrechen zu verantworten hat. Gemeinsam mit SOS-Regenwald fordert die GfbV die kolumbianische Regierung dazu auf, sofort eine Untersuchungskommission zur Aufklärung der Verbrechen einzusetzen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
08. April 2010

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Serbisches Parlament debattiert Srebrenica-Resolution

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Srebrenica-Resolution, die heute im serbischen Parlament in Belgrad diskutiert wird, als "Schlag ins Gesicht der bosnischen Genozid-Überlebenden" bezeichnet. Statt lange Debatten über einen den Völkermord verharmlosenden Text zu führen, sollte sich die serbische Regierung endlich darauf konzentrieren, den per internationalem Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrecher Ratko Mladic festzunehmen, forderte der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch. In dem Resolutionstext ist nur von "Verbrechen", jedoch nicht von Genozid die Rede, obwohl das Internationale Kriegsverbrechertribunal (ICTY) und der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) das Massaker von Srebrenica bereits als Völkermord klassifiziert haben.

Gesellschaft für bedrohte Völker
30. März 2010

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Maschinengewehrsalven gegen Demonstranten Syrische Sicherheitskräfte erschießen drei Kurden bei Newroz-Feiern - 50 Verletzte

Syrische Sicherheitskräfte haben zu Beginn des kurdischen Neujahrsfestes am 21. März in der Stadt ar-Raqqa am mittleren Euphrat östlich von Aleppo drei Kurden erschossen und mindestens 50 verletzt. Dies teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag mit. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation aus zuverlässiger Quelle erfuhr, sollen auch viele Minderjährige verletzt worden sein. Die Sicherheitskräfte feuerten mit Maschinengewehren auf die Feiernden. Da sich die Leichen der Getöteten noch in der Hand der Behörden befinden, konnten die Namen der Opfer - unter ihnen ein 15-jähriges Mädchen - noch nicht ermittelt werden.

Gesellschaft für bedrohte Völker
23. März 2010

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Boot mit 93 Rohingya-Flüchtlingen landet in Malaysia

Immer mehr verzweifelte Boatpeople aus Burma riskieren ihr Leben, um in Nachbarländern Zuflucht zu suchen. "Da die Verfolgung und Hoffnungslosigkeit in ihrer Heimat unerträglich geworden sind, setzen besonders muslimische Rohingya alles auf eine Karte und fliehen über das Meer aus Burma", berichtete der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ulrich Delius, am Montag in Göttingen. "Auf dem Landweg können sie sich kaum noch in Sicherheit bringen. So ergreifen viele Burma-Flüchtlinge, die bisher in Bangladesch untergekommen waren, erneut die Flucht, weil ihnen dort Übergriffe und die gewaltsame Abschiebung zurück nach Burma drohen." Dringend appellierte die GfbV an die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN), bei ihrem nächsten Gipfeltreffen in Hanoi am 8./9.April 2010 Maßnahmen zu einem besseren Schutz der Burma-Flüchtlinge zu beschließen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. März 2010

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Lage von Burma-Flüchtlingen in Bangladesch dramatisch

Bangladesch: Mehr als 1.160 Rohingya-Flüchtlinge verhaftet - Übergriffe von Sicherheitskräften und Bürgerkomitees

Mehr als 1.160 Rohingya-Flüchtlinge aus Burma sind nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) seit Januar 2010 in Bangladesch verhaftet und meist in ihre Heimat abgeschoben worden. Dort droht ihnen weitere Verfolgung. "Mindestens 366 der Festgenommenen wurden gleich nach ihrem Grenzübertritt aufgegriffen und sofort burmesischen Sicherheitskräften übergeben", berichtete Ulrich Delius, Asienreferent der in Göttingen ansässigen Menschenrechtsorganisation, am Dienstag. "Viele Verhaftete werden misshandelt. So wurde ein Sprecher der Rohingya in dem Flüchtlingslager Kutupalong festgenommen und geschlagen, weil er bei einem Besuch von Europaparlamentariern am 15. Februar 2010 über die schwierige Lage der Geflohenen berichtet hatte.

Gesellschaft für bedrohte Völker
09. März 2010

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Jahresbericht 2009

Hinsehen und mitfühlen. Aufstehen und handeln. Für Menschen Stimme sein, gegen Unterdrückung, Leid und Ungerechtigkeit. Im letzten Jahr sind wir mit Vorträgen, Ausstellungen oder Kundgebungen gegen Gewalt und Unrecht aufgetreten: für indigene Gruppen in Guatemala oder Panama, Frauen in Kriegsgebieten, Menschen in Tibet. Bitte lesen Sie unseren Jahresbericht 2009. Gehen Sie den Weg zu einer gerechteren Welt mit uns! Nur wenn Sie helfen können wir handeln:

Jede Spende zählt! Bitte unterstützen Sie mit z. B. € 20,- oder € 10,- unseren Einsatz für Frieden und Menschenrechte. Wie viel Sie auch geben können, jede Spende hilft!

Spendenkonto PSK 7.238.909 (BLZ 60.000)

Gesellschaft für bedrohte Völker
16. Februar 2010

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Langversion des Jahresberichts

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Rechte Hetze im Netz: Sich nur zu empören, ändert nichts

Nehmen wir die Dinge in die Hand - werden wir aktiv!

Seit Monaten werden auf der Homepage www.alpen-donau.info ohne Hinweis auf den oder die Verfasser Beiträge veröffentlicht, die gegen Ausländer und Juden, gegen Antifaschisten, gegen Grün-Politiker, gegen sozial engagierte Menschen hetzen. Benutzt wird dabei teils auch das An-den-Pranger-stell-Prinzip: von Personen, an denen die Alpen-Donau-Info-Macher etwas zu kritisieren haben, wird nicht nur ein Foto ins Netz gestellt, sondern auch (sofern verfügbar) die Wohnadresse veröffentlicht.

Gesellschaft für bedrohte Völker
16. Februar 2010

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Mönche und Nonnen in Tibet protestieren wegen der vor zwei Jahren Festgenommenen

Quellen aus der Gegend zufolge gingen während der Feiertage des Mond-Neujahrs in der Provinz Sichuan Hunderte von Tibetern auf die Straße. Mönchen und Nonnen der Klöster Gade und Se, sowie des Nonnenklosters Mani, veranstalteten am 14. Februar einen Sitzstreik in der Stadt Ngaba (chin. Aba).

Gesellschaft für bedrohte Völker
22. Februar 2010

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Sieben Jahre Völkermord im Westen des Sudan. Hoffnung auf Frieden für Darfur wächst - Drei Millionen Vertriebene warten auf Rückkehr

Kurz vor dem siebten Jahrestag des Beginns des Völkermords in Darfur

(26.02.2003) nährt ein Waffenstillstand zwischen den bedeutendsten Konfliktparteien die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt im Westen des Sudan. "Endlich kommt Bewegung in die lange festgefahrenen Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in Darfur", erklärte Ulrich Delius, Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), am Montag in Göttingen. "Bei aller Freude über den Waffenstillstand muss sich die internationale Gemeinschaft nun aber auch gezielt für eine sichere Rückkehr der mehr als drei Millionen Flüchtlinge aus Darfur in ihre zerstörten Dörfer einsetzen. Die während des Genozids begangenen Vertreibungsverbrechen dürfen nicht hingenommen werden."

Gesellschaft für bedrohte Völker
23. Februar 2010

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Endzeitstimmung in Somalia: Schwere Kämpfe um Mogadischu

Europäische Union ignoriert Realität - humanitäre Schutzzonen für Zivilbevölkerung dringend notwendig

PRESSEMITTEILUNG Wien

Nach dem Ausbruch schwerer Kämpfe um Somalias Hauptstadt Mogadischu müssen dringend humanitäre Schutzzonen für die zu tausenden aus der Stadt fliehenden Zivilisten eingerichtet werden. Dies forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), nachdem in den vergangenen zwei Tagen erneut mehr als 30 Menschen beim Granat- Beschuss der Stadt getötet wurden. "Es herrscht Endzeitstimmung in der Stadt, jeder rechnet mit der baldigen Einnahme Mogadischus durch die radikal-islamischen Rebellen", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. "Die Europäische Union (EU) muss endlich die Realität wahrnehmen und darf die dramatische Lage, der von ihr unterstützten Übergangsregierung nicht länger beschönigen. Dringend muss sich die EU dafür einsetzen, dass alle Konfliktparteien Mindeststandards des humanitären Völkerrechts beachten".

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Februar 2010

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Bitte helfen Sie, das politische Asyl für Jovan Mirilo durchzusetzen!

Mit Bestürzung hat unsere internationale Menschenrechtsorganisation die Zurückweisung des politischen Asyls von Jovan Mirilo zur Kenntnis genommen, jenes Mannes, der den Mut hatte, einen Film über den Massenmord in Srebrenica weltöffentlich zu machen. In Deutschland und Österreich ehren wir bis heute alle jene, die Widerstand gegen das nationalsozialistische Schreckensregime geleistet haben und gedenken der Opfer.
Bitte helfen Sie, das politische Asyl für Jovan Mirilo durchzusetzen!

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Gesellschaft für bedrohte Völker
11. Februar 2010

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Präsidentschaftswahlen in Sri Lanka

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Wien, den 26. Januar 2010

Favoriten auf Präsidentenamt sind der Kriegsverbrechen verdächtig - Internationale Untersuchung gefordert

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen in Sri Lanka eine unabhängige internationale Untersuchung von Kriegsverbrechen gefordert, die zwischen Januar und Mai 2009 von der Armee Sri Lankas und den aufständischen Tamil Tigers verübt wurden. "Es ist eine Verhöhnung des Rechtsstaates, wenn die zwei Favoriten auf das Präsidentenamt der Kriegsverbrechen verdächtig sind", erklärte GfbV-Asienreferent Ulrich Delius.

Gesellschaft für bedrohte Völker
26. Jänner 2010

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Echte Meinungsfreiheit gibt es in der Türkei noch immer nicht

Von Martyna Czarnowska, Wiener Zeitung

Die Menschenrechtsaktivistin Eren Keskin prangert Einfluss des Militärs auf Politik an.

Istanbul/Wien. Seit dreizehn Jahren geht es schon so. Bedrohungen, Beschimpfungen, Gerichtsverfahren. Doch Eren Keskin will sich nicht einschüchtern lassen. Die türkisch-kurdische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin berät Frauen, die in Haft sexuell gefoltert und vergewaltigt wurden. Sie prangert den Einfluss des Militärs auf die Politik an. Sie setzt sich für die Rechte von Kurden ein. Und all das bringt ihr in der Türkei ein Gerichtsverfahren nach dem anderen ein. Derzeit laufen 21 gegen sie.
"Es hat den Anschein, als würde in der Türkei die Regierung regieren", sagt Keskin im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Doch der eigentliche Machthaber ist die Armee; der Staat ist in seiner Exekutive, Legislative und Rechtsprechung von ihr abhängig." Die Gesinnung in ihrem Land sei noch immer eine stark militaristische und patriarchale.

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Jänner 2010

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Türkei verspielt Chance auf Frieden mit der PKK

Presseerklärung zum Verbot der DTP

Mit großer Sorge hat die GfbV das Verbot der prokurdischen Partei DTP durch das Verfassungsgericht der Türkei zur Kenntnis genommen. Der Friedenprozess zwischen dem türkischem Staat und der kurdischen Nationalbewegung hat so einen schweren Rückschlag erlitten. Die Türkei hätte die DTP als Chance für die Annäherung der Konfliktparteien verstehen müssen, denn die DTP vertrat weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und konnte zudem als Brücke zur verbotenen PKK fungieren. Für den Friedensprozess ist es unbedingt notwendig, dass alle Beteiligten – auch die PKK – an den Gesprächen beteiligt sind.

Gesellschaft für bedrohte Völker
15. Jänner 2010

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Mehr als 150 Millionen Indigene vom Klimawandel bedroht

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG, Göttingen/Wien/Kopenhagen

Kein Verständnis für Wissenschaftler-Streit

Mehr als 150 Millionen indigene EinwohnerInnen in der Arktis und Subarktis, im Pazifik, in Ostafrika, Indien, Indonesien und in mehreren südamerikanischen Staaten leiden schon heute unter den Folgen des Klimawandels. Deshalb hätten viele ihrer RepräsentantInnen wenig Verständnis für den Streit unter WissenschaftlerInnen, ob sich die Erde tatsächlich erwärme und inwieweit Menschen dafür verantwortlich seien, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zum Auftakt des Klimagipfels am 7.12.09 in Kopenhagen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
13. Dezember 2009

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Westsahara: Saharauis wollen endlich Selbstbestimmung

Presseerklärung der Gesellschaft für bedrohte Völker-Österreich (GfbV-Ö)

Westsahara: Die Lage in den besetzten Gebieten wird immer schlimmer –
Saharaui-Vertreter ersuchte GfbV-Ö um Unterstützung

Seit vielen Jahren verhindert Marokko das von der UNO angeordnete Referendum über den endgültigen Status der Westsahara. Angesichts umfassender Repression durch die Besatzungstruppen protestiert die saharauische Zivilbevölkerung seit Mai 2005 im Rahmen einer gewaltfreien Widerstandskampagne gegen die marokkanische Besetzung und Unterdrückung.
Am 12. November bat Omar Bulsan, Mitglied der Exilregierung der Westsahara, anlässlich seines Österreichbesuchs die Gesellschaft für bedrohte Völker um Unterstützung.

Gesellschaft für bedrohte Völker
18. November 2009

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Welternährungsgipfel in Rom (16.-18.11.): Biodiesel bedroht Lebensraum Indigener

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG Wien

Biodiesel schürt weltweit Hunger - 120 Millionen Indigene bedroht

Vor einem weiteren Ausbau der Biodiesel-Produktion auf Kosten der Indigenen Bevölkerung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des in der kommenden Woche in Rom beginnenden Welternährungsgipfels (16.-18.11.) gewarnt. Rund 120 Millionen Menschen in Asien, Afrika und Südamerika seien von Hunger und Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen bedroht, wenn neue Großplantagen mit Energiepflanzen angelegt werden. Auf dem Welternährungsgipfel werden Staatschefs aus aller Welt darüber beraten, wie Hungernden wirksamer geholfen werden kann. Nachdrücklich fordert die GfbV ein Moratorium für neue Megaprojekte zur Biokraftstoff Erzeugung und für die Ausweitung von Großplantagen.

Gesellschaft für bedrohte Völker
11. November 2009

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Deutschland und EU-Staaten sollen Friedensinitiative der Kurdenparteien in der Türkei unterstützen

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG, Göttingen

Mit der dringenden Bitte, die Friedensinitiative der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK und der legalen prokurdischen Partei DTP zu unterstützen, wendet sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am heutigen Mittwoch an die außenpolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Parteien, den EU-Außenbeauftragten Javier Solana sowie die Außenminister der EU-Staaten. Sie sollen darauf hinwirken, dass die türkische Regierung unter Recep Tayyib Erdogan nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg und Unterdrückung der eigenen kurdischen Bevölkerung mit den beiden kurdischen Parteien endlich Verhandlungen über eine Friedenslösung aufnimmt.

Gesellschaft für bedrohte Völker
21. Oktober 2009

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60 Jahre Volksrepublik China (1.10.) - Kein Grund zum Feiern

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG, Göttingen/Wien

Tibet und Xinjiang gleichen Zeitbombe - Neue Nationalitäten-Politik notwendig

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat zum 60. Gründungstag der Volksrepublik China eine kritische Bilanz gezogen. "Tibet und Xinjiang/Ostturkestan gleichen einer Zeitbombe, so massiv werden dort Menschenrechte verletzt", erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Dienstag. "In diesen Provinzen können jederzeit neue Auseinandersetzungen zwischen der lokalen Bevölkerung und eingewanderten Han-Chinesen ausbrechen." Dringend brauche China eine neue Nationalitätenpolitik, um Gewalt zu verhindern. "Doch bislang ist Peking leider nicht zu einem glaubwürdigen Dialog mit Tibetern und Uiguren bereit."

Gesellschaft für bedrohte Völker
2. Oktober 2009

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8. August: Internationaler Tag der indigenen Völker

GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER - PRESSEMITTEILUNG, Göttingen/Wien

Völkerrecht schützt Indigene nicht wirksam - Staaten ignorieren ihre Selbstverpflichtungen

Viele Staaten ignorieren die von ihnen unterzeichneten internationalen Konventionen zum Schutz indigener Völker. Diese ernüchternde Bilanz zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (8. August).

Gesellschaft für bedrohte Völker
7. August 2009

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