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Tibet: Heuer bereits vier Selbstverbrennungen aus Protest gegen die chinesische Herrschaft
19.01.2012
Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter verbrannten sich allein in diesem Jahr (zwischen 06.01. und 14.01.) bereits vier Tibeter. Damit setzt sich die dramatische Bilanz des Vorjahres fort: 2011 hatten sich mindestens zwölf buddhistische Mönche, Nonnen und frühere Mönche selbst in Brand gesteckt.
Seit dieser erschreckenden Welle von Selbstverbrennungen wurde die Militärpräsenz chinesischer Truppen drastisch erhöht, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt und ein Versammlungsverbot von mehr als 6 Personen verhängt. Mönche werden überwacht und Umerziehungsmaßnahmen unterzogen, viele verschwanden oder wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.
Die Zentraltibetische Verwaltung (CTA) verurteilt den Einsatz von Gewalt gegen Zivilpersonen und appelliert an die internationale Gemeinschaft, einzuschreiten, damit die chinesische Regierung von ihrem gewaltsamen Vorgehen ablasse. Außerdem bittet sie die internationale Gemeinschaft, die Vereinten Nationen und liberal gesinnte chinesische Intellektuelle, Beobachter zu entsenden, um die Lage vor Ort zu beurteilen.
Weitere Informationen: www.freetibet.org/ http://www.igfm-muenchen.de/ Quellen: ZS Bedrohte Völker Nr. 109/S 21. Pressemitteilungen IGFM, AG München, 08.-14. 01.12
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