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Aktuelles
Unsere neue Kampagne

Schutz unkontaktierter Indigener in Brasilien und Peru


Mai 2012

Die Gesellschaft für bedrohte Völker Internationalstartet eine Kampagne zum Schutz von  in freiwilliger Abgeschiedenheit im Grenzgebiet von Brasilien zu Peru lebenden indigenen Völkern. 
In diesem Rahmen wird es österreichweit eine Medienkampagne und  Informationsveranstaltungen geben. Langfristiges Ziel der Kampagne ist die Schaffung einer binationalen Schutzzone (Peru/Brasilien).

Ein großer Erfolg:

Die Eröffnungsveranstaltung der Kampagne zum Schutz unkontaktierter Indigener im Museum für Völkerkunde Wien

Jose Carlos, Artur Meirelles und Isis Pinto
Jose Carlos, Artur Meirelles und Isis Pinto


Mehr als 300 Personen kamen am 08.05.2012 zur ersten Veranstaltung unserer Kampagne im Museum für Völkerkunde in Wien.









José Carlos Meirelles im Entwicklungspolitischen Unterausschuss des österreichischen Parlaments

José C. Meirelles und Petra Bayr
José C. Meirelles und Petra Bayr


José Carlos Meirelles berichtete bei seinem gestrigen Besuch im österreichischen Parlament über die Lebenssituation der Indigenen in Brasilen und Peru. Er sprach mit Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ und Obfrau des Entwicklungspolitischen Unterausschusses.


Pressemitteilung

Vergessene Not im Sudan: 1,9 Millionen Darfur-Flüchtlinge in Gefahr!

15.05.2012

Mehr humanitäre Hilfe für die mehr als 1,9 Millionen Flüchtlinge in der sudanesischen Krisenregion Darfur fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). "In vielen Lagern der Überlebenden des Genozids fehlt es am Nötigsten", berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Manche Camps wurden seit Oktober 2011 nicht mehr mit Nahrungsmitteln oder Medikamenten beliefert. Sudanesische Behörden behindern oft die Arbeit der Hilfsorganisationen.

Pressemitteilung

Kampf gegen den Hunger? Staatlich geförderter Landraub in Äthiopien gefährdet Nahrungsgrundlagen der Kleinbauern!

14.05.2012

Kritik an Teilnahme des äthiopischen Ministerpräsidenten am G-8-Gipfel in Camp David (18./19.5.)

Auf scharfe Kritik ist die Teilnahme des äthiopischen Ministerpräsidenten Meles Zenawi am G-8-Gipfel in Camp David bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gestoßen. US-Präsident Barack Obama hat Zenawi zu dem Treffen eingeladen. „Wenn Obama mit Äthiopiens Regierungschef über den Kampf gegen Hunger in Afrika reden will, macht er den Bock zum Gärtner“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. „Denn der staatlich geförderte Landraub zerstört in Äthiopien die Existenz zehntausender Kleinbauern und vieler Ureinwohner. Statt Hunger wirksam zu bekämpfen, wird neue Abhängigkeit geschaffen.“

Pressemitteilung

Vor dem Europabesuch des Dalai Lama: Neuer GfbV-Bericht dokumentiert dramatische Menschenrechtslage in Tibet

10.05.2012


Anlässlich des bevorstehenden Europa-Besuchs des Dalai Lama und der Europäischen Solidaritätskundgebung für Tibet veröffentlichte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen neuen Hintergrundbericht zur Menschenrechtslage in Tibet. Die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger hat den Report der britischen Regierung in London übergeben. Europa wird darin eindringlich zum Handeln aufgefordert. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, kommt am 16. Mai nach Europa. Er wird Slowenien, Österreich, und Grossbritannien besuchen und um mehr Hilfe für Tibet bitten.




Lima: Gesetzesentwurf zum Bau einer Straße durch ein Schutzgebiet von "Isolados" eingebracht

30.04.2012

Am 26.04.2012 wurde von 26 Kongressabgeordneten in Lima ein Gesetzesentwurf eingebracht durch welchen der Bau einer Straße durch ein „Reserva Territorial“ zum Schutz isolierter Völker in der Provinz Purús als „interes nacional“ (nationales Interesse) deklariert wird. In der beigefügten Begründung wird unterschlagen, dass 80% der Bevölkerung der Provinz Purús Indigene sind und diese mehrheitlich gegen den Bau der Straße sind. Die indigenen GegnerInnen werden in dem Entwurf von den Kongressabgeordneten als Spielball und Handlanger ausländischer NGOs bezeichnet.

 

Pressemitteilung

Europaweite Kampagne vor Europameisterschaft (EM) Bürgerrechte und Minderheitenschutz in der Ukraine durchsetzen

25.04.2012


Die erhöhte Aufmerksamkeit vor und während der Fußball- Europameisterschaft in der Ukraine sollen Politiker in der EU nutzen, um von der ukrainischen Regierung die Einhaltung der Minderheitenrechte und die Freilassung von Julija Timoschenko zu fordern. Mit dieser Bitte schreibt die GfbV noch diese Woche alle Parlamentarier in den EU-Ländern an. Der Menschenrechtsorganisation geht es dabei besonders um die Rechte der Roma, der Krimtataren sowie der jüdischen Gemeinschaft.

Pressemitteilung

Kämpfe im Südosten Libyens - Vereinte Nationen sollen sich für Schutz von Libyens Toubou-Minderheit einsetzen

24.04.2012


Nach neuen Kämpfen im Südosten Libyens hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Navanethem Pillay, aufgefordert, sich mehr für den Schutz der bedrängten Toubou-Minderheit einzusetzen. "Es sollten dringend Menschenrechtsbeobachter in die Region der umkämpften Stadt Kufra entsandt werden", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. "Außerdem sollten sich die UN dafür einsetzen, dass die Versorgung der Not leidenden Toubou in Kufra nicht länger blockiert wird."


Pressemitteilung

Drohender Krieg zwischen Sudan und Südsudan - Europa soll sich für Frieden einsetzen

12.04.2012

Schicksal von 500.000 südsudanesischen Kriegsflüchtlingen muss geklärt werden

 Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert mehr Engagement der Europäischen Union (EU), um einen neuen Krieg zwischen dem Sudan und dem Südsudan zu verhindern. "Nur internationale Vermittler können verhindern, dass sich die beiden verfeindeten Staaten jetzt offiziell den Krieg erklären", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. "Europa darf zur Eskalation der Gewalt in Ostafrika nicht schweigen."


Pressemitteilung

Tuareg-Konflikt in Mali - Massenflucht in der Sahara

19.03.1012


Mehr als 217.000 Menschen in der Sahara auf der Flucht


Mehr als 217.000 Menschen sind seit Ausbruch des Tuareg-Konfliktes in Mali im Januar 2012 auf der Flucht, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag in Göttingen. "Dringend benötigen vor allem die Flüchtlinge in Niger und Mauretanien mehr Hilfe", sagte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. "Neben humanitärer Hilfe sind aber vor allem politische Initiativen der internationalen Staatengemeinschaft notwendig, um einen Waffenstillstand zu erreichen und den Tuareg-Konflikt friedlich zu lösen."



Pressemitteilung

50 Jahre Unabhängigkeit Algeriens - Kein Grund zum Feiern

14.03.2012


Anhaltende Menschenrechtsverletzungen in Algerien

Zum 50. Jahrestag der Verträge von Evian (18.03.1962), die die Unabhängigkeit Algeriens von der Kolonialmacht Frankreich regelten, zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritische Bilanz über die Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Staat. "Algeriens Machthaber sind für den gewaltsamen Tod von zehntausenden Menschen verantwortlich, doch niemand zieht sie zur Rechenschaft", kritisiert die Menschenrechtsorganisation in einem 13 Seiten umfassenden Memorandum. "Brutale Unterdrückung von Protesten, Straflosigkeit, Korruption, Vetternwirtschaft und die Ausgrenzung nicht-arabischer Minderheiten kennzeichnen bis heute die katastrophale Menschenrechtslage in Algerien."



Pressemitteilung

Mehr als 160.000 Menschen in der Sahara auf der Flucht

06.03.2012


Der Tuareg-Konflikt eskaliert - Europa soll Friedensinitiativen entwickeln 


Angesichts des zunehmenden Flüchtlingselends in der Sahara hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an EU-Außenministerin Catherine Ashton appelliert, sich engagierter für eine friedliche Beendigung des Tuareg-Konflikts einzusetzen. "Europa darf nicht länger wegschauen und Friedensinitiativen nur Frankreich überlassen. Wenn in der Sahara mehr als 160.000 Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind, dann geht das ganz Europa an und nicht nur die ehemalige Kolonialmacht", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag.

Andritz-Bilanz: Die andere Seite der Medaille


29.02.2012

100.000 Menschen leiden für Konzerngewinne
 
Am 1. März stellt die Andritz AG ihre finanzielle Bilanz für 2011 vor und wird dabei hohe Gewinne ausweisen. Doch das ist  nur die eine Seite der Medaille, berichtet auch eca-watch heute. Die andere, die Andritz verschweigt, ist verheerend. Durch aktuelle Andritz-Projekte werden rund 100.000 Menschen vertrieben. Andritz beteiligt sich am Belo Monte- und Ilisuprojekt, also an den beiden umstrittensten Staudammprojekten der Welt
.

Syrien: Abstimmung über die Verfassung nur scheindemokratisch

28.02.2012

Am 26. Februar fand in Syrien ein Referendum über den Entwurf einer neuen Verfassung statt. Durch die Proteste im Land, die immer mehr in einen offenen Bürgerkrieg münden, hatte sich Diktator Bashar Al-Assad veranlasst gesehen, Reformen durchzuführen und eine Kommission zurErarbeitung einer neuen Verfassung eingesetzt. Etwa 14,6 Millionen Menschen waren aufgerufen, an dem Volksentscheid teilzunehmen. Schon im Vorfeld war klar, dass diese Abstimmung nur eine Demokratie vorgaukeln sollte.

Pressemitteilung

Tibetisches Neujahrsfest (22.2.)

21.02.2012


Kein Grund zum Feiern für Tibeter - Anhaltende Verfolgung überschattet Neujahrsfeiern

Chinas Sicherheitsbehörden haben vor dem morgigen Neujahrsfest der Tibeter nochmals massiv ihre Sicherheitsvorkehrungen in Tibet und tibetischen Siedlungsgebieten in China verstärkt. So wurden größere Kontingente der Bereitschaftspolizei vor allem in die Präfektur Ngaba (Provinz Sichuan) verlegt, in der sich die meisten Selbstverbrennungen von Tibetern seit Herbst 2011 ereignet haben. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. "Offensichtlich rechnen die chinesischen Behörden mit neuen Protesten der Tibeter, die von den Sicherheitskräften im Keim erstickt werden sollen", sagte der GfbV- Asienreferent Ulrich Delius.


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Medien-Praktikumstelle "Kampagne unkontaktierte Indigene"


Die GfbV sucht für die Kampagne "unkontaktierte Indigene"  Unterstützung im Bereich mediale Vermittlung

Panama: Mindestens ein Toter bei Protesten der Ngöbe-Buglé gegen die Regierung

09.02.2012

Der Protest der Ngöbe-Buglé eskalierte am Sonntag den 5. Februar 2012 als die Polizei, auf Anordnung des Sicherheitsminister José Raúl Mulino, die Proteste aufzulösen begann. Im Zuge dessen kam es zu massiver Gewaltanwendung von Seiten der Polizei. Diese endete im Tod des 26-Jährigen Jerónimo Rodríguez welcher durch einen Brustschuss getötet wurde.  Insgesamt 39 weitere Personen wurden zum Teil schwerverletzt, mindestens 41 festgenommen. Daraufhin solidarisierten sich Menschenrechtsgruppen, Umweltschützer und indigene Vertreter mit den Protestierenden.
James Anays, UN-Sonderberichterstatter zu den Rechten indigener Völker, rief zum Dialog zwischen der Regierung und den Ngöbe-Buglé auf. Zeitgleich meldeten Vertreter der Emberá und Wounaan eigene Proteste gegen die Regierung und ihre Solidarität mit den Ngöbe-Buglé an.



Tibet: Heuer bereits vier Selbstverbrennungen aus Protest gegen die chinesische Herrschaft

19.01.2012

Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter verbrannten sich allein in diesem Jahr (zwischen 06.01. und 14.01.) bereits vier Tibeter. Damit setzt sich die dramatische Bilanz des Vorjahres fort: 2011 hatten sich mindestens zwölf buddhistische Mönche, Nonnen und frühere Mönche selbst in Brand gesteckt. Seit dieser erschreckenden Welle von Selbstverbrennungen wurde die Militärpräsenz chinesischer Truppen drastisch erhöht, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt und ein Versammlungsverbot von mehr als 6 Personen verhängt.





Pressemitteilung

Anschlag auf Kirche vereitelt - Drei Polizisten von Boko Haram getötet
Nigerias bekannteste Schriftsteller warnen vor Buschfeuer der Gewalt

09.01.2011

Die Gewalt gegen Christen in Nigeria hält nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weiter an. Sicherheitsbeamte konnten am frühen Sonntagmorgen zwar einen mutmaßlichen Anschlag gegen die mit 30.000 Gläubigen voll besetzte Kirche "Living Faith Church" im zentralnigerianischen Barnawa (Bundesstaat Kaduna) verhindern. Doch im Nordosten des Landes wurden am Sonntag in der Stadt Maiduguri im Bundesstaat Borno drei Polizisten von mutmaßlichen Angehörigen der Boko-Haram-Sekte getötet.


Pressemitteilung

Mauretanien: Menschenrechtler entgeht Attentat - Mordanschlag auf Träger des Weimarer Menschenrechtspreises vereitelt

06.01.2012


Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag erfuhr, ist der Träger des Weimarer Menschenrechtspreises 2011 am vergangenen Mittwoch in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott nur knapp einem Attentat entgangen. Ein Polizeibeamter der Abteilung Jugendschutz hatte sich unter die Teilnehmer einer Demonstration gemischt, an der der Menschenrechtler Biram Dah Abeid teilnahm. Plötzlich zog der Polizist seine Pistole und legte auf Dah Abeid an. Leibwächter des Menschenrechtsaktivisten überwältigten den Täter, bevor er einen Schuss abgeben konnte. Danach drohte die Menge, den Angreifer zu lynchen.



Unser neues Projekt

Nuevo Sucre: Erdöl im Trinkwasser

Bild: Folder zum Projekt
Bild: Folder zum Projekt
Weihnachten 2011

Nuevo Sucre – ein indigenes Dorf in der Provinz Ucayali im peruanischen Regenwald. Hier war die Welt bis vor drei Jahren noch in Ordnung. Doch seither wird der Mashiria, an dessen Ufer Nuevo Sucre liegt, immer wieder durch austretendes Erdöl verseucht. Das bisher letzte Mal am 10. Juli dieses Jahres.

Die Ursache: Erdölförderung durch den internationalen Konzern Maple.

Die Folge: vergiftete Fische, kontaminiertes Trinkwasser, unbekannte Krankheiten.

Die Gegenmaßnahmen von Maple: Verteilung von Fetzen, Plastiksäcken und Plastikflaschen an die Dorfbewohner zum Einsammeln des Erdöls.

Unsere Mitarbeiterin, die in Wien lebende peruanische Juristin Gloria Huamán Rodríguez, war vor einigen Wochen in Nuevo Sucre. Raul Tuesta Burga, der Dorfchef, ersucht um internationale Unterstützung, weil sich die Dorfbevölkerung nicht auf geeignete Maßnahmen
von Seiten der peruanischen Behörden verlassen kann.

Jede Spende zählt:
Spendenkonto PSK 92.064.449, BLZ 60.000

Berichte und Bilder unserer Mitarbeiterin Gloria Huamán Rodríguez (in spanischer Sprache)
“Nos dijeron que traerían desarrollo...”

 Segundo Alberto Pizango Chota*, líder indígena de la Amazonía peruana, relata, en entrevista con Gloria Huamán Rodríguez, sobre indígenas con plomo en la sangre, de un Estado para pocos y de una cacería de brujas.

“El sabor amargo del petróleo”

Darse un baño en agua negra y grasosa, beber agua amarga y comer pescado con sabor a petróleo no cabía ni en la imaginación de muchas familias del pueblo Shipibo-Conibo, que en 1974 se mudaron de orilla para salvarse de las aguas bravas del río Ucayali.

El boom del oro y los guardianes de la Cordillera del Cóndor

Más de 10 mil miembros de los pueblos originarios Awajún y Wampis, de la familia etno-lingüística jíbaro, ocupan desde sus ancestros la Cuenca del río Cenepa en el norte peruano y comparten con los Shuar ecuatorianos la Cordillera del Cóndor. Èsta se eleva desde los llanos amazónicos hasta alcanzar más de 3 mil metros de altura. Debido a la humedad que allí reina, la Cordillera se ha convertido en excelente hábitat de la biodiversidad. Allí crecen, bajo la mirada de los osos de anteojos, las más bellas orquídeas del planeta.

Weitere Bilder

KONGRESS DER REPUBLIK PERU FÜR UNTERSUCHUNG GEGEN BERGBAUKONZERN AFRODITA

14.12.2011

Die Kommission der andinen, afroperuanischen und Völker Amazoniens und Ökologie und Umwelt im Kongress hat am 12. Dezember nach Anhörung der Apus (Dorfchefs) von Cenepa einstimmig den Beschluss gefasst, eine Untersuchung gegen den Bergbaukonzern Afrodita einzuleiten.

Großer Erfolg der GfbV-Protestbriefkampagne für Zebelio Kayap in Peru

30.11.2011


Wie AIDESEP (Dachorganisation indigener Völker im peruanischen Regenwald) berichtet, wurde dank unserer internationalen Protestbriefkampagne der Haftbefehl gegen Zebelio Kayap am 28. November aufgehoben. Der auf Betreiben des peruanischen Bergbaukonzerns Afrodita erlassene Haftbefehl gegen den Präsidenten von ODECOFROC entbehrte jeder Grundlage, zumal Zebelio als Urheber der ihm zur Last gelegten Tat (siehe GfbV-Homepage Meldung vom 18.11.11) nicht infrage kommt, weil er selbst zum gegebenen Zeitpunkt gar nicht am Tatort war.  Zebelio kann sich jetzt wieder frei bewegen. Am 7. Dezember wird bei Gericht eine mündliche Verhandlung anberaumt, bei der ein Freispruch erwartet wird.


Protestbrief

Protest: Haftbefehl gegen Zebelio Kayap


18.11.2011

Am 16. November veröffentlichte AIDESEP (die Dachorganisation der indigenen Völker des peruanischen Regenwaldes) einen Appel, in dem sie scharfe Kritik am Haftbefehl gegen Zebelio Kayap übt, den Präsidenten der Organisation zur Entwicklung der indigenen Grenzgemeinden von Cenapa (ODECOFROC), und dazu auffordert, sich diesem Protest anzuschließen.
Zebelio Kayap ist Häuptling der Awajún. Der Haftbefehl gegen ihn wurde auf Betreiben der peruanischen Bergbaufirma Afrodita erwirkt, einer Tochterfirma des kanadischen Bergbaukonzerns Dorato. Anlass war Zebelios Versuch, die indigenen Territorien in der Cordillera del Cóndor zu verteidigen, die seit 2009 durch die Aktivitäten von Afrodita gefährdet sind. Durch diesen Haftbefahl ist Zebelio gezwungen, im Untergrund zu leben.

Schließen auch Sie sich dem Protest an und schreiben Sie einen Brief!


Online Aktion

Setzen Sie sich für die Rechte der indigenen Völker des Amazonas ein!


November 2011

Versenden Sie ein Protestmail an die brasilianische Präsidentin.

Unterstützen Sie die Kampagne der GfbV Schweiz zum Schutz der Indigenen im Amazonas und gegen den Bau des Belo Monte-Staudamms! Machen Sie mit bei der online-Petition an die Brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff!









Pressemitteilung

Kleiner Fortschritt im Kampf gegen Straflosigkeit Ägyptens Armeeführung gibt nach: Massaker an Kopten wird von ziviler Justiz untersucht

23.11.2011


Als kleinen Fortschritt im Kampf gegen Straflosigkeit in Ägypten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker  das Einlenken des Obersten Militärrates bezeichnet, ein Massaker an Kopten nicht von Militärgerichten, sondern zivilen Richtern untersuchen zu lassen. "Nun gibt es wenigstens einen Funken Hoffnung, dass die Verantwortlichen des Maspero-Massakers tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden", sagte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius.



Pressemitteilung

Unruhen in Oberägypten - Ausgangssperre in Assuan verhängt

14.11.2011


Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Ägypten nehmen in Oberägypten Spannungen zwischen der Minderheit der Nubier und Sicherheitskräften deutlich zu. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen berichtete am Montag, in der bei deutschen Touristen beliebten Stadt Assuan sei am Samstagabend eine Ausgangssperre verhängt worden, um Demonstrationen von Nubiern zu verhindern. Zuvor hatte sich die Polizei Straßenschlachten mit aufgebrachten Demonstranten geliefert, die die bedeutendste Straße entlang des Nils besetzt hatten. Die Sicherheitskräfte beendeten die Aktion gewaltsam unter Einsatz von Schlagstöcken und Tränengas. Unmittelbarer Anlass der Proteste war der Tod eines nubischen Fährmanns, der am Samstag seinen schweren Verletzungen erlag. Der Nubier war nach einem Wortwechsel am 6. November von einem Polizisten niedergeschossen worden. Dies war bereits der dritte Zwischenfall innerhalb weniger Wochen, bei dem ein Nubier von Polizisten willkürlich getötet wurde.



Hu Jintao in Österreich:

„Geld aus China für die EU - aber keine Menschenrechte in China?"


31.10.2011

Der Staatsbesuch in Österreich ist der einzige, den Ministerpräsident Hu Jintao auf seiner diesmaligen Europareise macht. Von Seiten der EU erhofft man, dass China der EU aus der Staatsschuldenkrise hilft und den EFSF, den Europäischen Stabilitätsmechanismus mit Milliardenbeträgen stützt. Eine der Gegenleistungen der EU scheint das Schweigen über Menschenrechtsverletzungen in China zu sein.



Erklärung der OSZE

Neuer OSZE-Hochkommissar Vollebaek warnt vor der Zunahme von Gewalt gegen Roma und vor extremen Nationalismus in Europa

Foto: OSCE/Piotr Markowski
Foto: OSCE/Piotr Markowski
10.10.2011

Der frühere norwegische Aussenminister Knut Vollebaek wurde vor kurzem zum Hochkommissar für nationale Minderheiten der OSZE ernannt. Der Hochkommissar trägt die Verantwortung für die Weiterverfolgung der Probleme nationaler Minderheiten in den Mitgliedsländern der OSZE. Vollebaek, dessen Amtszeit auf drei Jahre begrenzt ist,  soll durch stille Diplomatie und Projektarbeit auch dazu beitragen Konflikte vorzubeugen. Zum Amtsantritt am 10.10. 2011 veröffentlichte er eine Presseerklärung zur Lage der Roma.


Indigene erhoffen in Genf von der UNO Schutz des Amazonas und ihrer Rechte

Genf/Bern, 30. September 2011

Heute fanden in Genf mit Unterstützung der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV), des Vereins Aquaverde und des Comité de soutien au chef Raoni verschiedene Treffen zwischen Vertretern von brasilianischen indigenen Völkern aus der Amazonas-Region und der UNO statt. Die Delegierten – darunter auch der international bekannte Kayapo-Häuptling Raoni Metuktire – baten die UNO aufgrund der alarmierenden wirtschaftlichen Entwicklungspläne der brasilianischen Regierung, welche die Rechte der indigenen Bevölkerung missachten, um Unterstützung.

Der Text der Presseerklärung als PDF auf
- deutsch
- englisch
- französisch

Videobotschaft des Kayapó-Häuptlings Raoni



Unsere neue Spendenaktion

Mit starken Wurzeln in die Zukunft

Folder zum Projekt
Folder zum Projekt
September 2011

In Sabon Gari, einem Stadtteil von Agadez, leben vor allem Tuareg-Familien, ehemalige Nomaden, die sesshaft werden mussten. Für die Tuareg-Frauen ist diese radikal veränderte Lebenssituation besonders schwer. Aufgrund der schwierigen klimatischen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen sind die Männer nicht mehr in der Lage, ihre Familien zu ernähren. Alle Hoffnung liegt auf den Frauen, die aus früheren Zeiten wichtige Fähigkeiten mitbringen, wie z.B. Organisationstalent und Verantwortungsbewusstsein, und gewohnt sind,mit
Lebensmitteln sorgsam umzugehen. Doch um damit Geld zu verdienen, fehlen ihnen das nötige Wissen und einfachste Materialien wie Geschirr oder ein kleiner Kühlschrank. Und genau hier setzt das Projekt „Frauen und Solidarität“ an.
„Im Rahmen von Workshops sollen Frauen Grundkenntnisse zur Verarbeitung und Vermarktung ihrer regionalen Lebensmittel erhalten“, erklärt GfbV-Aktivistin Eva Gretzmacher, die seit 16 Jahren in Agadez lebt.
Es ist ein Schritt in die Unabhängigkeit! 

Nur mit Ihrer Unterstützung kann das Projekt starten!

Bitte, helfen Sie mit!
Z.B. mit € 12,- für ein Startpaket mit Lebensmitteln für die Ausbildungs-Workshops oder mit € 30,- für Geschirr und Werkzeuge! Mit € 100,- unterstützen Sie eine Frau, ihr eigenes kleines Unternehmen zu gründen.

Spendenkonto PSK 92.064.449, BLZ 60.000

Pressemitteilung

Taiwan: Militärische Bedrohung durch China nimmt trotz politischer Annäherung zu - China betreibt doppeltes Spiel mit Taiwan

23.09.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker fürchtet, dass China mit Taiwan ein doppeltes Spiel betreibt. "Während Peking sich äußerlich um eine Verbesserung der Beziehungen zu Taiwan bemüht, nimmt sein militärischer Druck auf die Inselrepublik immer weiter zu", warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. "Peking geht nicht ehrlich mit Taiwan um. Wenn die Angst vor einem militärisch immer stärkeren China wächst, ist es verständlich, dass sich Taiwan in den USA um neue Rüstungslieferungen zu seiner Selbstverteidigung bemüht." Peking hatte gestern verärgert auf die Zusage der USA reagiert, taiwanesische Kampfflugzeuge zu modernisieren.


Pressemitteilung

Burhanuddin Rabbani fällt Taliban-Attentat zum Opfer

21.09.2011

Der Anschlag auf den Vorsitzenden der Hohen afghanischen Friedenskommission Burhanuddin Rabbani ist nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nicht überraschend. "Ausgerechnet den ehemaligen Präsidenten Afghanistans und Warlord Rabbani als Friedensvermittler einzusetzen, war ein Fehler. Denn unter seiner Präsidentschaft 1992 - 1996 wurde der Bürgerkrieg angeheizt, mindestens 50.000 Einwohner von Kabul getötet und 500.000 vertrieben", sagte der GfbV-Afghanistan-Experte, Tillmann Schmalzried.

Pressemitteilung

Kriegsparteien in Somalia verletzen humanitäres Völkerrecht und ignorieren Leid von Zivilisten

Somalia feeding center, Foto: Frank Keillor (flickr.com)
Somalia feeding center, Foto: Frank Keillor (flickr.com)
19.09.2011

Alle Konfliktparteien im Bürgerkrieg in Somalia ignorieren das Leid der hungernden Zivilbevölkerung und verletzen systematisch humanitäres Völkerrecht. Diesen schweren Vorwurf erhebt die Gesellschaft für bedrohte Völker sowohl gegen die radikal-islamische Al Shabaab-Miliz als auch gegen die von der Europäischen Union unterstützte Übergangsregierung (TFG) Somalias und die mit ihr verbündete Ahlu Sunna-Miliz.

Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius sagte: "Beide Seiten verwehren Helfern den Zugang zur Not leidenden Zivilbevölkerung und setzen ungeachtet der eskalierenden Hungersnot auf eine Ausweitung der Kämpfe. Damit nehmen sie bewusst den Tod von mehreren hunderttausend Menschen in Kauf. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit."


Pressemitteilung

Nach Todesurteilen gegen vier Uiguren: Vereinte Nationen sollen Foltervorwürfe prüfen - Unfaire Gerichtsverfahren gegen Uiguren in China schüren Gewalt

16.09.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat nach Todesurteilen gegen vier Angehörige der uigurischen Minderheit in China vor neuer Gewalt in der Volksrepublik gewarnt. "Diese unfairen Gerichtsverfahren und willkürlichen Todesurteile werden die Spannungen zwischen Han-Chinesen und Uiguren im Nordwesten Chinas weiter schüren", warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zu Folter, Juan E. Mendez, forderte die Menschenrechtsorganisa-tion auf, Vorwürfen nachzugehen, die Angeklagten seien vor der Gerichtsverhandlung gefoltert worden.



Pressemitteilung

Ägypten: Kopten warten noch immer auf Gerechtigkeit und ein Ende der Diskriminierung

Koptische Kirche, Foto: GfbV-Archiv
Koptische Kirche, Foto: GfbV-Archiv
14.09.2011

Sieben Monate nach dem Sturz von Diktator Hosni Mubarak hat sich die Lage der Kopten in Ägypten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker noch immer nicht spürbar verbessert. "Mindestens 27 Kopten sind seit der Entmachtung Mubaraks bei Überfällen oder Auseinandersetzungen mit Muslimen getötet worden, mehr als 200 Angehörige der Minderheit wurden verletzt und drei Kirchen niedergebrannt", berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. "Vergeblich warten Kopten bislang auf eine Bestrafung der Verantwortlichen. Salafistische Extremisten nutzen die neuen Freiräume, um gegen Angehörige der religiösen Minderheit zu hetzen und den Bau dringend benötigter Kirchen zu verhindern."


Fair Trade - What else?

Kampagne für fairen Nespresso von Solidar Suisse


Pressemitteilung

Ethnische Minderheiten leiden unter Antiterror-Kampf

Mädchen vor gelber Mauer in Kashgar; Foto: kenpower (flickr.com)
Mädchen vor gelber Mauer in Kashgar; Foto: kenpower (flickr.com)
09.09.2011

Mehr als 200 Millionen Angehörige ethnischer Minderheiten in elf Staaten Afrikas und Asiens leiden unter den Folgen des Antiterror-Kampfes. Darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker anlässlich des zehnten Jahrestages der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington D.C. hin.




Pressemitteilung

Traveller nicht vertreiben - geplante Zwangsräumung in Essex aussetzen!

09.09.2011

Der Widerstand gegen die drohende Zwangsräumung eines großen Teils einer Siedlung von Irish Traveller und Roma in der britischen Grafschaft Essex nordöstlich von London wächst. Am Freitag appellierten die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) gemeinsam mit der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) dringend an den Premierminister Großbritanniens, David Cameron, die rund 400 Traveller und Roma nicht aus ihrer Siedlung Dale Farm in Cray´s Hill im Bezirk Basildon zu vertreiben.

Pressemitteilung

Gaddafis Flucht und die Tuareg

07.09.2011

Unter Libyens Tuareg wächst die Angst vor neuer Ausgrenzung und Diskriminierung nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)  berichtete, dass rund 500 Tuareg aus der Region Ghadames im Südwesten Libyens in den vergangenen Tagen im Nachbarland Algerien Schutz und Zuflucht gesucht haben. Außerdem warne die "Koordination der Tuareg in Libyen" vor Übergriffen und bezeichne die Lage der Indigenen im Land als "katastrophal". Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius warnte: "Es ist fatal für die Tuareg, dass sie pauschal als Gefolgsleute Gaddafis dargestellt werden und ihnen sogar eine führende Rolle bei der Flucht des Diktators beigemessen wird. Damit wird einerseits ihr politischer Einfluss in Nordwestafrika überschätzt und gleichzeitig die Vielfalt der Tuareg- Bewegung ignoriert. Denn auch Repräsentanten der 600.000 in Libyen lebenden Tuareg wurden von Gaddafis Schergen bedroht und mussten deshalb das Land verlassen."


Pressemitteilung

China will Dissidenten legal in Geheimgefängnissen einsperren lassen

31.08.2011

Als "großen Rückschlag für die Bemühungen um Rechtsstaatlichkeit in China" bezeichnete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die geplante Legalisierung von Geheimgefängnissen für Regimegegner in der Volksrepublik."Wenn China das "Verschwinden lassen" von Regimekritikern für rechtlich zulässig erklärt, verletzt es grundlegende internationale Menschenrechtsstandards und macht die Willkür zum Rechtsprinzip",erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.



Presseerklärung

Libyens Berber kämpfen für die Anerkennung ihrer Rechte

25. August 2011

Libyens Berber sind nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) maßgeblich an den Militäroffensiven auf die libysche Hauptstadt Tripolis beteiligt. "Viele Berber sind nach 42 Jahren der Unterdrückung durch das Gaddafi-Regime dazu bereit, ein sehr hohes Risiko auf sich zu nehmen. Sie wollen erreichen, dass ihre Sprache und grundlegenden Menschenrechte endlich anerkannt werden", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

Sudan: Zwei neue Massengräber in Nuba-Bergen entdeckt

Ankündigung eines Waffenstillstands in Süd-Kordofan unglaubwürdig – alle Helfer müssen freien Zugang bekommen

25. August 2011

Nach der Entdeckung von zwei neuen Massengräbern in den umkämpften Nuba-Bergen im Sudan befürchtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), dass die Waffen dort nicht lange ruhen werden. Zwar habe die sudanesische Regierung in Khartum am Dienstag einseitig einen zweiwöchigen Waffenstillstand angekündigt. "Doch so lange die Machthaber alle Menschenrechtsverletzungen in den Nuba-Bergen öffentlich leugnen, werden die blutigen Auseinandersetzungen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausgesetzt oder spätestens nach der Zwei-Wochen-Frist wieder aufflammen", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.

UNHCR startet Kampagne gegen Staatenlosigkeit

Geschätzte 12 Millionen weltweit staatenlos

25. August 2011

Genf/Wien, 25.08.2011 - Weltweit gibt es Millionen Menschen, die nicht als Staatsbürger irgendeines Landes anerkannt sind. Auf dem Papier sind diese Menschen nicht existent. Sie sind Menschen ohne Staatsbürgerschaft. Sie sind staatenlos.
Das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) hat das Mandat, Staatenlosigkeit zu verhindern. Am 25. August – kurz vor dem 50. Jahrestag der Konvention zur Verminderung von Staatenlosigkeit von 1961 - startet UNHCR eine Kampagne, um auf dieses vernachlässigte Thema aufmerksam zu machen und die Zahl der Staatenlosen weltweit zu verringern.
Staatenlosigkeit kann viele Gründe haben, viele davon verbergen sich hinter Gesetzen, doch die Auswirkungen auf die Betroffenen können dramatisch sein. Da Staatenlose keine Bürger irgendeines Landes sind, bleiben ihnen zumeist grundlegende Rechte und der Zugang zur Arbeit,  Unterkunft, Bildung oder medizinische Versorgung verwehrt. Sie können häufig kein Bankkonto eröffnen, kein Eigentum erwerben, heiraten oder für ihre Kinder eine Geburtsurkunde erhalten. Manche werden für lange Zeit in Haft genommen, weil sie ihre Identität und ihre Herkunft nicht nachweisen können.

Treffen der indigenen Völker Amazoniens

25. August 2011

Von Camila Queiroz

(Fortaleza, 18. August 2011, adital-poonal).- Die Stadt Manaus, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, war Austragungsort des Großen Treffens der Völker unter dem Motto „Wissen, Völker und Leben in Fülle und im Einklang mit den Wäldern“. Das Treffen hat am 15. August begonnen und dauerte 3 Tage. Fast 300 AnführerInnen indigener Gemeinden der neun Länder des Amazonasgebietes – Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guayana, Französisch Guayana, Peru, Venezuela und Surinam – versammelten sich, um Erfahrungen auszutauschen und Kampfstrategien im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Garantie des Rechts auf ihre Territorien zu erörtern.


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Adivasi in Jharkhand: Die ersten Opfer der Atomenergie


Juni 2011

In der Adivasi-Region Jharkhand gibt es sechs Minen, in denen täglich 5000 Arbeiter nach dem radioaktiven Erz schürfen.  Ein riesiges Gebiet ist verstrahlt. Uran wird aber für die Atomenergie benötigt. Die Arbeiter in den Uranminen und die Bewohner der umliegenden Dörfer bezahlen den Atomstrom mit Gesundheit und Leben.
Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation B.I.R.S.A setzen wir uns ein!

Bitte helfen Sie mit! Mit z.B. € 35,- ermöglichen Sie einem Kind einen Tag im Gesundheitscamp,
mit € 20,- finanzieren Sie einen Arztbesuch für eine Familie!
Mit € 10,- unterstützen Sie weitere Aufklärungsprojekte für die Adivasi.

Presseerklärung

Internationaler Tag der indigenen Völker (09. August)

Waldabholzung in Brasilien, Bild: GfbV-Archiv
Waldabholzung in Brasilien, Bild: GfbV-Archiv
04.08.2011

Für die Nutzung von Wasserkraft droht mehreren zehntausend Indigenen in Asien, Afrika und Südamerika die zwangsweise Umsiedlung und Entwurzelung. Die GfbV weist anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (am 9. August) darauf hin, dass Jäger und Sammler, Hirten, Fischer und Kleinbauern durch die Errichtung von Staudämmen und die anschließende Überflutung ihres Landes die Existenzgrundlage verlieren und mit großer Wahrscheinlichkeit ins Elend getrieben werden. „Chin, Shan und Karen in Burma, Adivasi in Indien, Himba in Namibia, Mursi und Kara in Äthiopien, Turkana in Kenia, Mapuche in Chile, Aymara und Ashaninka in Peru oder in freiwilliger Isolation lebende Indianer in Brasilien werden Opfer des Raubbaus an Natur und Mensch“, warnen die GfbV-Referenten Yvonne Bangert und Ulrich Delius. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation rund 6.500 indigene Gemeinschaften mit mindestens 370 Millionen Angehörigen.


Pressemitteilung

Sudan: Bis zu 200.000 Flüchtlinge in Südkordofan

Flüchtlingskind im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
Flüchtlingskind im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
03.08.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Ausweitung des Krieges in den Nuba-Bergen in der sudanesischen Provinz Südkordofan.

"Wenn die internationale Gemeinschaft ihre Friedensbemühungen nicht verstärkt, droht ein Übergreifen der Kämpfe zwischen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) und der sudanesischen Armee auf die benachbarte Provinz Blauer Nil", sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. Angesichts immer neuer bewaffneter Auseinandersetzungen und Bombardierungen ist die humanitäre Lage in Südkordofan dramatisch. Viele der bis zu 200.000 Zivilisten, die vor der Gewalt geflohen sind, können von Hilfsorganisationen nicht mehr versorgt werden. "Ein Übergreifen der Kämpfe auf die Provinz Blauer Nil hätte katastrophale Folgen für den Sudan und die Sicherheit in ganz Ostafrika."

Denn dann stünde der Sudan von seiner Grenze zu Äthiopien im Osten bis zum Tschad im äußersten Westen des Landes in Flammen.


Pressemitteilung

Wien liefert Ex-General Divjak nicht aus

Jovan Divjak nach seiner Freilassung im März 2011, Foto: GfbV-Archiv
Jovan Divjak nach seiner Freilassung im März 2011, Foto: GfbV-Archiv
29.07.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des Gerichts im österreichischen Korneuburg, Ex-General Jovan Divjak nicht an die serbische Justiz auszuliefern. «Serbien muss der bitteren Wahrheit ins Auge sehen und endlich aufhören zu versuchen, die Völkermordverbrechen serbischer Truppen zu relativieren. Das gelingt auch nicht, indem den Verteidigern der bosnischen Zivilbevölkerung ungerechtfertigt Schuld zugewiesen wird», sagte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch, am Freitag in Göttingen.

Pressemitteilung

Sieben Monate nach Terroranschlag in Alexandria warten Ägyptens Christen noch immer auf Gerechtigkeit

Koptische Kirche, Foto: GfbV-Archiv
Koptische Kirche, Foto: GfbV-Archiv
29.07.2011

Sieben Monate nach dem Terroranschlag auf die Kathedrale in Alexandria will die Koptische Kirche Klage die Regierung Ägyptens wegen Verschleppung der Ermittlungen gegen die Attentäter erheben. "Bisher warten die Christen Ägyptens vergeblich auf Gerechtigkeit und es ist angesichts der Verweigerungshaltung Kairos mehr als fraglich, ob die wahren Tatumstände jemals ermittelt und veröffentlicht werden ", sagte der Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ulrich Delius.


Pressemitteilung

Iranische Armee greift kurdische Dörfer an

Demonstration gegen den Iran in der irakischen Stadt Arbil, Foto: Avestakurd.net
Demonstration gegen den Iran in der irakischen Stadt Arbil, Foto: Avestakurd.net
26.07.2011

Mindestens drei Zivilisten sind durch Artilleriebeschuss der iranischen Armee in den vergangenen zwei Wochen in Irakisch-Kurdistan getötet worden. Elf wurden verletzt. Nach Informationen des Büros der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Arbil, der Hauptstadt des autonomen Bundesstaates Irakisch-Kurdistan, mussten außerdem hunderte Familien die Flucht ergreifen.


Pressemitteilung

Konferenz aller Nationalitäten und Religionen des Irak

 Bischof Sako (li.) im GfbV-Büro in Arbil
Bischof Sako (li.) im GfbV-Büro in Arbil
15.07.2011

Unter der Schirmherrschaft des chaldäisch-katholischen Bischofs von Kirkuk, Dr. Luis Sako, treffen am kommenden Montag (18.07.) in der nordirakischen Stadt rund 150 Persönlichkeiten aller Nationalitäten und Religionsgemeinschaften des Irak zusammen. Sie wollen darüber beraten, wie Spannungen zwischen den Volksgruppen abgebaut werden können und ein friedliches Zusammenleben gewährleistet werden kann. Organisiert wird die Konferenz von der Gesellschaft für bedrohte Völker, Sektion Kurdistan Irak. Erwartet werden Repräsentanten der Kurden, Araber, Turkmenen, Assyrer-Aramäer-Chaldäer, Yeziden, Schabak, Mandäer, Christen und Moslems, unter ihnen auch Vertreter der irakischen Zentralregierung in Bagdad.

Pressemitteilung

Darfur: Friedensabkommen wird in Doha (Katar) unterzeichnet (14.7.)

Flüchtlingslager im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
Flüchtlingslager im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
13.07.2011

Friedensvertrag ohne Frieden - Darfur-Flüchtlinge fordern Sicherheit, nicht leere Versprechungen

Als "Augenwischerei" bezeichnet die Gesellschaft für bedrohte Völker das Darfur-Friedensabkommen, das am 14. Juli 2011 in Doha (Katar) unterzeichnet wurde. "Für die fast zwei Millionen Vertriebenen aus Darfur ist das Abkommen der blanke Hohn. Denn es wird weder einen schnellen Frieden bringen noch mehr Sicherheit", erklärte der GfbV- Afrikareferent Ulrich. "Seit zwei Jahren hat es in Darfur nicht mehr so schwere Kämpfe und so viele Menschenrechtsverletzungen gegeben wie heute. Darfur ist noch weit von einem tatsächlichen Frieden entfernt."


Pressemitteilung

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Savanne in Kenia, Foto: kauiwaui/flickr
Savanne in Kenia, Foto: kauiwaui/flickr
12.07.2011

Dürre ist nur eine von vielen Ursachen Hilfe kommt für zehntausende Nomaden zu spät - drohender Hungertod von Menschenhand mitverursacht

Die Gesellschaft für bedrohte Völker wirft den Regierungen Ostafrikas und der internationalen Gemeinschaft vor, für die Hungersnot am Horn von Afrika mitverantwortlich zu sein. "Nicht nur die anhaltende Dürre, sondern auch mangelndes Interesse an der Lage der Nomaden, eine verfehlte Agrarpolitik, Bürgerkriege und nicht zuletzt fehlendes schnelles Engagement der reichen Industrieländer haben dazu geführt, dass nun mehrere zehntausend Nomaden vom Hungertod bedroht sind", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.


Pressemitteilung

Gedenktag des Massakers von Srebrenica Freiheit für Ex-General Jovan Divjak

Künstler Hajrudin Diman vor seiner Installation am Stephansplatz
Künstler Hajrudin Diman vor seiner Installation am Stephansplatz
11.07.2011

Anfang März wurde der bosnische Ex-General Jovan Divjak auf einen serbischen Haftbefehl hin am Flughafen Wien verhaftet.Damals erklärte Außenminister Michael Spindelegger gegenüber dem KURIER:„Nach unseren Völkerrechtsexperten ist eine Auslieferung nach Serbien undenkbar.“

Pressemitteilung

Türkei: Flüchtlingslager an der syrisch-türkischen Grenze Freien Zugang für Journalisten, Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen gewährleisten


07.07.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker appellierte heute in einem Schreiben an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, Hilfsorganisationen, Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Journalisten freien Zugang zu den syrischen Flüchtlingslagern in der türkischen Provinz Hatay zu gewähren.

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Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat zu dieser Stunde eine Mahnwache für das Kloster Mor Gabriel in der Südost Türkei vor Ort begonnen

Aramäischer Erzbischof, Bild: G. Rabo/GfbV
Aramäischer Erzbischof, Bild: G. Rabo/GfbV
06.07.2011

So eben hat eine Mahnwache der Gesellschaft für bedrohte Völker-International vor dem ehrwürdigen assyrisch-aramäischen Kloster Mor Gabriel in der Region Tur Abdin im Südosten der Türkei begonnen. Die Mahnwache von Freunden der GfbV-Int. unter Leitung ihres Nahost-Referenten Dr. Kamal Sido hat ein großes Banner mit dem Slogan "Save the convent Mor Gabriel" aufgerichtet.

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Investitionen statt Menschenrechte – Massiver Druck auf Journalisten und Menschenrechtler

Uigurenmädchen, Foto: GfbV-Archiv
Uigurenmädchen, Foto: GfbV-Archiv
04.07.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat China vorgeworfen, nichts aus den schweren Ausschreitungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen in Urumtschi im Juli 2009 gelernt zu haben. "Statt der muslimischen Minderheit in der Provinz Xinjiang/Ostturkestan endlich grundlegende Menschenrechte zu gewähren, setzt Chinas Regierung auf Beschwichtigung. Investitionen und eine Verbesserung des Lebensstandards sollen die Uiguren ruhig stellen", kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. "Bis heute blockieren die Behörden die systematische Verbreitung kritischer Informationen, regimekritische Journalisten, Blogger und Schriftsteller werden verhaftet und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt". Die anhaltende Unterdrückung der muslimischen Uiguren im Nordwesten Chinas und die bis ins Exil reichende Verfolgung von uigurischen Menschenrechtlern sorgen für massive Spannungen. "Xinjiang ist ein Pulverfass, in dem ein Funke genügt, um erneut Massenproteste auszulösen", mahnt Delius.

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Thailands neue Regierung muss den Bürgerkrieg endlich stoppen!

Festgenommer Patani, Foto: Anna Dameng/GfbV
Festgenommer Patani, Foto: Anna Dameng/GfbV
03.07.2011

Anlässlich der Parlamentswahlen in Thailand hat die Gesellschaft für bedrohte Völker mehr Engagement der Regierung des südostasiatischen Landes für die Beendigung des Bürgerkriegs in Süd- Thailand gefordert."Es ist beschämend, dass keine der bei der Wahl antretenden Parteien die Beendigung des Bürgerkriegs in Süd-Thailand als vordringliche Aufgabe ansieht", erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. "Selbst im Wahlkampf hat der Bürgerkrieg kaum eine Rolle gespielt, obwohl der Gewalt in den letzten sieben Jahren mehr als 4.600 Menschen zum Opfer gefallen sind."

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100.000 Menschen flohen seit Januar 2011 vor Gewalt und Dürre aus Somalia

Versorgungs-Camp in Somalia, Foto: frankkeillor/flickr
Versorgungs-Camp in Somalia, Foto: frankkeillor/flickr
29.06.2011

Der Exodus der Zivilbevölkerung aus Somalia hat im Juni 2011 massiv zugenommen, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker. "Seit Anfang Juni 2011 flohen über 24.000 Menschen vor den Folgen der anhaltenden Dürre und dem Krieg aus Somalia", berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Insgesamt suchten im Jahr 2011 bisher rund 100.000 Somalier in den Nachbarländern Zuflucht.

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China: Wen Jiabao´s Traum von der Harmonie in der Volksrepublik bleibt ein Wunschtraum Neue Verhaftungen in Tibet - Rund 500 Massenproteste pro Tag in China

27.06.2011

"Wenn die Bundesregierung gegenüber Chinas Premierminister Wen Jiabao nur prominente Einzelfälle wie den Künstler Ai Weiwei anspricht, so wird sie der katastrophalen Lage der Menschenrechte in der Volksrepublik nicht gerecht", kritisierte die Gesellschaft für bedrohte Völker. Täglich finden in China rund 500 Massenproteste statt, auf die die Behörden mit brutaler Gewalt und Willkür reagieren. "Chinas Behörden müssen gedrängt werden, wenigstens ihre eigenen Gesetze zu beachten. So müssen zum Beispiel den unterdrückten Tibetern, Uiguren und Mongolen endlich die Autonomie-Rechte eingeräumt werden, die ihnen nach chinesischem Recht zustehen."

Pressemitteilung

Menschenrechtslage im Nordsudan verschlechtert sich

Flüchtlingslager im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
Flüchtlingslager im Sudan, Foto: GfbV-Archiv
21.06.2011

Die Menschenrechtslage im Norden des Sudan hat sich im Juni 2011 erneut verschlechtert und die Pressefreiheit wurde eingeschränkt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker teilte mit, dass 15 Friedensaktivisten am vergangenen Sonntag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum verhaftet wurden. Sie hatten gegen den eskalierenden Krieg in den Nuba-Bergen (Süd-Kordofan) protestiert.

Pressemitteilung

Weltflüchtlingstag (20.6.)

 Soldaten in Burma, Bild: GfbV-Archiv
Soldaten in Burma, Bild: GfbV-Archiv
20.06.2011

Anlässlich des Weltflüchtlingstages (20.6.) weist die Gesellschaft für bedrohte Völker auf ein kaum beachtetes Flüchtlingsdrama im Osten Burmas hin. Dort mussten in dieser Woche mehr als 10.000 Angehörige des Volkes der Kachin vor Kämpfen zwischen burmesischen Soldaten und der Kachin-Freiheitsbewegung fliehen. Viele Zivilisten fürchten außerdem, von der Armee zwangsweise als Träger rekrutiert zu werden. Grund für die blutigen Auseinandersetzungen ist der Bau von zwei Staudämmen, die Energie für China produzieren sollen. Die Kachin lehnen das Projekt ab, weil dafür Tausende zwangsumgesiedelt werden müssen. Insgesamt sind im Osten Burmas rund 480.000 Angehörige ethnischer Minderheiten wegen Krieg und schwerer Menschenrechtsverletzungen auf der Flucht.

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Sechs prokurdische Abgeordnete noch in türkischer Haft

Hatip Dicle, Foto: GfbV-Archiv
Hatip Dicle, Foto: GfbV-Archiv
14.06.2011

Sechs inhaftierte Politiker, die als unabhängige Kandidaten für die prokurdische Allianz für Arbeit, Freiheit und Demokratie nominiert und nun ins türkische Parlament gewählt wurden, sitzen nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker noch immer im Gefängnis. Die Menschenrechtsorganisation forderte am Dienstag die sofortige Freilassung der künftigen Abgeordneten, die wegen angeblicher "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" im Vorfeld der Wahlen eingesperrt wurden.

Pressemitteilung

Sudan: Kämpfe in den Nuba-Bergen und im ölreichen Unity State eskalieren

Militär im Sudan, Bild: GfbV-Archiv
Militär im Sudan, Bild: GfbV-Archiv
10.06.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker  warnt angesichts neuer Kämpfe in den Nuba-Bergen und im ölreichen Unity State vor dem Ausbruch eines neuen Krieges im Sudan. Mehrere zehntausend Menschen seien vor Luftangriffen und Übergriffen von Soldaten und Milizionären bereits seit Beginn der Auseinandersetzungen in den Nuba-Bergen am 5. Juni 2011 geflohen, berichteten Augenzeugen. Auch zivile Ziele werden von der sudanesischen Luftwaffe bombardiert.

Pressemitteilung

Kenias Nomaden fürchten um ihre Existenz

Savanne in Kenia, Bild: sebastian.bolenius, flickr
Savanne in Kenia, Bild: sebastian.bolenius, flickr
09.06.2011

Die Hungerkatastrophe im Norden Kenias spitzt sich nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker immer mehr zu. "Drei Millionen Nomaden sind akut in ihrer Existenz bedroht", warnte der GfbV- Afrikareferent Ulrich Delius. "In manchen Gebieten ist das Überleben von bis zu 80 Prozent der Bevölkerung gefährdet." In der Region Ganze drohen lokalen Behörden zufolge mehr als 80.000 Menschen zu verhungern, darunter 40.000 der 50.000 Bewohner des Bezirks Bamba. Ihr Leben ist bereits akut in Gefahr.

Pressemitteilung

Botswana: Hoffnung für zwangsumgesiedelte San in der Kalahari - Nach jahrelangem Streit gewähren Behörden Vertriebenen Zugang zu Wasser

Bild: Botswana Deception Valley, Filckr: Younggrobv (Rob&Ale)
Bild: Botswana Deception Valley, Filckr: Younggrobv (Rob&Ale)
07.06.2011

Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker auf die Entscheidung der Regierung Botswanas reagiert, den San im Kalahari Wildpark nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen nun doch Zugang zu Trinkwasser zu gewähren. "Jetzt haben die aus der Kalahari vertriebenen San dort endlich wieder eine Überlebensperspektive", erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.

Pressemitteilung

Kasachstan schiebt anerkannten Flüchtling nach China ab

06.06.2011

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert die von der deutschen Bundesregierung angekündigte Rohstoffpartnerschaft mit Kasachstan, da der zentralasiatische Staat grundlegende Menschenrechte und internationale Konventionen verletzt.

Pressemitteilung

Brasilien gibt grünes Licht für Mega-Staudamm

(Bild: International Rivers, Flickr)
(Bild: International Rivers, Flickr)
01.06.2011



Die Proteste von Bischof Kräutler, Eingeborenen und Umweltschützern blieben ohne Erfolg: Die Umweltbehörde genehmigt das Belo-Monte-Projekt im Amazonas-Gebiet.




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